Lokal ansäs­sige Selb­stän­dige, Unter­neh­men und Stu­die­rende haben auf Initia­tive des Kom­KuK Schau­fens­ter sowie Fas­sa­den­ver­klei­dun­gen der Fried­rich­straße 24, 26 und 28 gestaltet,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich

 

Wirt­schafts­för­de­rung und Motel One zei­gen Krea­tiv­wirt­schaft im ehe­ma­li­gen Stern-Ver­la­g/­Dritte Aus­gabe der Kom­KuK-Fens­ter bespielt etwa 40 Meter Ladenfront/Gestaltung durch lokal ansäs­sige Selb­stän­dige, Unter­neh­men und Studierende

Ein­bli­cke in die lokal ansäs­sige Krea­tiv­wirt­schaft gibt es seit Frei­tag, 30. Juli, im ehe­ma­li­gen Stern-Ver­lag auf der Fried­rich­straße. Wo vor­her auf etwa 40 Metern Still­stand herrschte, laden nun indi­vi­du­ell gestal­tete Fens­ter, Urban Art und eine tem­po­räre Sitz­ge­le­gen­heit zum Fla­nie­ren und Ver­wei­len ein. Auf Initia­tive des Kom­pe­tenz­zen­trum Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft (Kom­KuK) der Wirt­schafts­för­de­rung Düs­sel­dorf und in Part­ner­schaft mit der Hotel­ge­sell­schaft Motel One als Eigen­tü­me­rin der Gebäude wur­den alle Schau­fens­ter sowie die Fas­sa­den­ver­klei­dun­gen der Fried­rich­straße 24, 26 und 28 (daher “Friedrich2468”) als Prä­sen­ta­ti­ons­flä­chen für lokal ansäs­sige Krea­tiv­schaf­fende bereitgestellt.

Mit der drit­ten Aus­gabe der Kom­KuK-Fens­ter erhält die Fried­rich­straße einen neuen, krea­tiv­wirt­schaft­li­chen Impuls. “Aus dem Umfeld kam schon wäh­rend der Auf­bau­ar­bei­ten viel posi­ti­ves Feed­back. Ich freue mich, dass wir hier gemein­sam mit dem Part­ner Motel One, der Wer­be­ge­mein­schaft Fried­rich­straße, der Hoch­schule Düs­sel­dorf und zahl­rei­chen Unter­neh­men der Krea­tiv­wirt­schaft zu einer Auf­wer­tung der Ein­kaufs­straße bei­tra­gen kön­nen”, sagt The­resa Win­kels, Lei­te­rin der Wirt­schafts­för­de­rung. Was dabei auf den ers­ten Blick wie eine Kunst­ak­tion wir­ken könnte, ist tat­säch­lich eine Aus­stel­lung von wirt­schaft­li­chen Gütern, Pro­duk­ten und Dienstleistungen.

Ein Groß­teil der Flä­chen wurde in Koope­ra­tion mit Pro­jekt­part­nern neu insze­niert. Zwei Fens­ter wur­den zum Auf­takt des Pro­jek­tes über einen Wett­be­werb ver­ge­ben. Die Gestal­tun­gen wer­den zunächst bis zum Jah­res­ende 2021 alle sechs Wochen wech­seln, ins­ge­samt sind zehn Ver­ga­ben an Wett­be­werbs­sie­ger vorgesehen.

“Der Stern-Ver­lag war als ehe­mals größte Buch­hand­lung Deutsch­lands schon immer ein Treff­punkt für Krea­ti­vi­tät, Kunst und Kul­tur”, erklärt Axel Vie­hö­fer, Regio­nal Mana­ger bei Motel One. “Auch für Motel One ist die Zusam­men­ar­beit mit loka­len Krea­ti­ven seit vie­len Jah­ren ein wich­ti­ger Bestand­teil des Design­kon­zepts. Daher ist es für uns eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, das Kom­KuK-Pro­jekt Friedrich2468 zu unter­stüt­zen und gleich­zei­tig bereits jetzt posi­tive Prä­senz an unse­rem neuen Stand­ort in der Fried­rich­straße zu zeigen.”

Wei­tere Fens­ter-Gestal­tun­gen fol­gen Mitte Sep­tem­ber. Ein zwei­ter Wett­be­werb ist für Ende Sep­tem­ber in Vor­be­rei­tung. Infor­ma­tio­nen folgen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu “Friedrich2468”: www.komkuk.de
Infor­ma­tio­nen zu vor­he­ri­gen Kom­KuK-Fens­tern: www.komkuk-fenster.de

Hin­ter­grund
Das Pro­jekt “Friedrich2468” wird neben den Aus­stel­lern von zahl­rei­chen wei­te­ren Part­nern unter­stützt, dar­un­ter die Wer­be­ge­mein­schaft Die Fried­richs, die Hoch­schule Düs­sel­dorf, der Bran­chen­treff Crea­ti­veMornings Düs­sel­dorf, das Maga­zin THE DORF, die Platt­form Düs­sel­dorf Now — Insi­der Guide, das Wirt­schafts­ma­ga­zin VIVID, das Pro­jekt zur För­de­rung des Städ­te­tou­ris­mus urbanana, CREATIVE.NRW und das Gestal­ter­kol­lek­tiv Das gute Ding.

Im Zeit­raum Juli bis Mitte Sep­tem­ber 2021 zeigt “Friedrich2468”:

Fach­be­reich Design der HSD — Hoch­schule Düsseldorf
Auf­grund der Pan­de­mie konnte an der HSD seit Früh­jahr 2020 keine ana­loge Werk­schau mehr statt­fin­den. Um zumin­dest einige Abschluss­ar­bei­ten aus dem Fach­be­reich Design einer brei­te­ren Öffent­lich­keit “in echt” zugäng­lich zu machen, nut­zen vier Absolvent*innen der HSD den ehe­ma­li­gen Haupt­ein­gang des Stern-Ver­lags zur Prä­sen­ta­tion stu­den­ti­scher Arbei­ten. Unter dem Titel “Aus gege­be­nem Anlass” wird jeweils sie­ben Stu­die­ren­den eine indi­vi­du­elle Flä­che zur Ver­fü­gung gestellt. Der Schwer­punkt der Arbei­ten liegt im Bereich Design, wobei das Spek­trum von Foto­gra­fie über Illus­tra­tion bis hin zu Objekt­de­sign reicht. www.ausgegebenemanlass.de

Maria Lent­zen
Mit ihrer “Kol­lek­tion 10 Cent” stellt die Künst­le­rin die Frage der Nach­hal­tig­keit und der Wert­haf­tig­keit von Gebrauchs­ob­jek­ten. Ein klas­si­sches Kon­sum­ob­jekt ist die Plastiktüte, die aller­dings auf­grund von gesetz­li­chen Ein­schrän­kun­gen mehr und mehr zum Relikt der Ver­gan­gen­heit wird, wobei sie als Mate­rial noch lange für die Umwelt (und die Kunst) erhal­ten bleibt. Maria Lent­zen zeigt in einem Schau­kas­ten eine Repro­duk­tion einer geweb­ten Tüte aus dem Stern-Ver­lag. Wäh­rend sich das Werk dabei einer­seits mit Umwelt­schutz und Kon­sum beschäf­tigt, spielt es gleich­zei­tig mit der (zumin­dest gefühl­ten) Unver­gäng­lich­keit des Stern-Ver­lags im kol­lek­ti­ven Bewusst­sein Düs­sel­dorfs. www.maria-lentzen.de

Mar­cus Kautz
Auf Ver­mitt­lung von Labor Fou, einem expe­ri­men­tel­len For­mat, dass die Desi­gnagen­tur milk­m­on­key betreibt, hat der mul­ti­dis­zi­pli­näre Desi­gner Mar­cus Kautz einen “Raum für Reso­nanz” erstellt. Die­ser Raum erstreckt sich vom Schau­fens­ter über eine Sound­in­stal­la­tion bis hin zu einer tem­po­rä­ren Sitz­ge­le­gen­heit, die zum Ver­wei­len vor den Fens­tern ein­lädt. Der “Raum für Reso­nanz” ist Teil der Bache­lor­ar­beit von Mar­cus Kautz im Fach­be­reich Design / Retail Design an der Hoch­schule Düsseldorf (Prü­fer Prof. Dr. phil. Rai­ner Zim­mer­mann und Alain Yim­bou M.A.). www.labor-fou.com www.marcus-kautz.de

aero­soap
Die bei­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner Tho­mas Wirtz und Fré­dé­ric Wie­gand wur­den mit ihrem inter­dis­zi­pli­nä­ren Krea­tiv­la­bor aero­soap im Jahr 2020 als “Krea­tiv­pi­lo­ten” der Bun­des­re­gie­rung aus­ge­zeich­net. Unter dem Motto “we let mate­rial speak” rea­li­siert aero­soap Pro­jekte an der Schnitt­stelle von Kunst, Design und Natur­wis­sen­schaft. In ihrem “Friedrich2468”-Fenster win­ken leuch­tende Hände als kine­ti­sche Instal­la­tion Betrach­ter heran, sen­den ihnen einen Gruß oder hei­ßen sie ein­fach auf der Ein­kaufs­meile Fried­rich­straße will­kom­men. www.aerosoap.com

Gale­rie Take a Butcher’s / Mr. Bee
In Koope­ra­tion mit der in Flin­gern ansäs­si­gen Gale­rie für Street Art / Urban Art Take a Butcher’s wurde eine der drei Span­plat­ten vor dem über­dach­ten, ehe­ma­li­gen Ein­gangs­be­reich des Stern-Ver­lag durch den bel­gi­schen Künst­ler Mr. Bee gestal­tet. Der Name ist Pro­gramm, das Motiv zeigt eine Biene, wobei sich der Künst­ler inten­siv mit der Geschichte des Stern-Ver­lags beschäf­tigt hat und daher einen kla­ren Bezug zum Ort und dem Kul­tur­gut Buch her­stellt. www.takeabutchers.gallery www.instagram.com/takeabutchers.gallery www.instagram.com/mrbeebzzz

Gale­rie Pret­ty­Po­r­tal / Oli­ver Räke
Eine wei­tere Holz­flä­che wurde in Koope­ra­tion mit der Bil­ker Urban Art-Gale­rie Pretty Por­tal durch den Düs­sel­dor­fer Künst­ler Oli­ver Räke alias “Magic One” insze­niert. Sein Motiv beschäf­tigt sich mit Gren­zen: Dort, wo wir uns selbst beschrän­ken, frei­wil­lig oder weil sich andere Ideen unse­rer Vor­stel­lungs­kraft ent­zie­hen — poli­tisch, gesell­schaft­lich und auch in der Bezie­hung zwi­schen zwei Men­schen. www.prettyportal.de www.instagram.com/magic_one_nut

Die mitt­lere Span­platte wurde vom Kom­KuK selbst gestal­tet. Die Wand bleibt weit­ge­hend frei und dient als Ange­bot an alle, die Pos­ter und Hin­weise zu kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen in Düs­sel­dorf plat­zie­ren möchten.

Mar­kus Luigs / Düs­sel­dor­fer Perlen
Zwi­schen den Häu­sern Fried­rich­straße 26 und 28 wur­den frü­her Rari­tä­ten aus dem Anti­qua­riat des Stern-Ver­lag aus­ge­stellt, nun wird die Buch­hand­lung selbst zum Aus­stel­lungs­stück. Der Düs­sel­dor­fer Foto­graf Mar­kus Luigs hat das tra­di­ti­ons­rei­che Geschäft im Rah­men sei­ner Fotoreihe “Düs­sel­dor­fer Per­len” kurz nach der Schlie­ßung des Stern-Ver­lags im Jahr 2016 foto­gra­fisch doku­men­tiert. Einige der Arbei­ten wer­den im rech­ten Schau­kas­ten gezeigt, die gegen­über­lie­gende Flä­che bie­tet Infor­ma­tio­nen zu den Kom­KuK-Fens­tern und Bran­chen­in­for­ma­tio­nen zur Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft in Düs­sel­dorf. www.duesseldorferperlen.de

Sie gehör­ten zwar nicht zum Stern-Ver­lag, aber auch die Fens­ter der Fried­rich­straße 28 wer­den im Rah­men des Pro­jek­tes Friedrich2468 als Prä­sen­ta­ti­ons­flä­chen genutzt. Hier stel­len die ers­ten bei­den Sie­ger des Wett­be­werbs aus, der von Kom­KuK und Motel One im Juni 2021 durch­ge­führt wurde.

Mar­kus Wilkens
Der Gestal­ter Mar­kus Wil­kens prä­sen­tiert eine Aus­wahl von Model­len für Möbel­stü­cke, die er im klei­nen For­mat ent­wor­fen und im gro­ßen Maß­stab, meist aus Metall, gebaut hat. Die Aus­stel­lung macht den krea­ti­ven Pro­zess von der ers­ten Idee für ein Objekt bis hin zur Fer­tig­stel­lung von Möbeln wie Tischen, Stüh­len oder Sitz­bän­ken für den öffent­li­chen Raum nach­voll­zieh­bar. www.markuswilkens.de

ULTRA TRASH
Aus sei­ner Lei­den­schaft für Filme der Gen­res Hor­ror, Trash und Gru­sel der 1960er bis 1980er Jahre hat der Desi­gner Flo­rian Baier sein Label ULTRA TRASH ent­wi­ckelt. Inspi­riert von der spe­zi­el­len Film­kul­tur sei­ner Lieb­lings­gen­res und der Ästhe­tik alter Kinos, zei­gen seine T‑Shirts und Pos­ter bild­ge­wal­tige Refe­ren­zen zu Fil­men, die es nicht gibt. Ergänzt durch Film­re­qui­si­ten und Kino­ele­mente lädt das Kom­KuK-Fens­ter von ULTRA TRASH zu einem ganz beson­de­ren Kino­er­leb­nis ein, bei dem der Film nur im Kopf des Betrach­ters zu sehen ist. www.ultra-trash.com www.instagram.com/ultratrash