Expe­ri­mente mit Fußgänger:innen im vor­an­ge­gan­gen Pro­jekt BaSiGo, die 2013 in den Düs­sel­dor­fer Mes­se­hal­len statt­fan­den. Copy­right: Michels-Strunz

 

Das For­schungs­pro­jekt CroMa sucht 1500 Proband:innen für Expe­ri­mente mit Fußgänger:innen, die vom 8. bis zum 11. Okto­ber in der Mitsu­bi­shi Electric HALLE in Düs­sel­dorf statt­fin­den sol­len. Nach­dem die Ver­su­che im März letz­ten Jah­res auf­grund der auf­kom­men­den Corona-Pan­de­mie abge­sagt wur­den, ist die Durch­füh­rung mit ent­spre­chen­den Hygie­nekon­zep­ten nun end­lich wie­der mög­lich. Wissenschaftler:innen des For­schungs­zen­trums Jülich arbei­ten im CroMa-Pro­jekt gemein­sam mit ihren Part­nern an Kon­zep­ten, mit denen sich die Sicher­heit an über­füll­ten Bahn­hö­fen, bei­spiels­weise zu Stoß­zei­ten oder nach Groß­ver­an­stal­tun­gen, ver­bes­sern lässt. Die Corona-Pan­de­mie hat außer­dem ver­deut­licht, dass eine Ent­zer­rung des Gedrän­ges hilft, neben direk­ten kör­per­li­chen Gefah­ren auch das Anste­ckungs­ri­siko zu verringern.

„Wir stel­len die Mitsu­bi­shi Electric HALLE sehr gerne für das For­schungs­pro­jekt CroMa zur Ver­fü­gung. Es ist ein guter und abso­lut wich­ti­ger Weg, mit­hilfe von Expe­ri­men­ten und For­schungs­pro­jek­ten wei­ter an Kon­zep­ten für die Umset­zung von Ver­an­stal­tun­gen in der Zukunft zu arbei­ten und diese wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Daher ist es für uns selbst­ver­ständ­lich, die­ses Pro­jekt zu unter­stüt­zen“, sagt Fabian Mül­ler, Direc­tor D.PRODUCTION bei D.LIVE.

Die Expe­ri­mente fin­den täg­lich von 8.30 bis 17 Uhr statt. Inter­es­sierte, die min­des­tens 18 Jahre alt sind, kön­nen sich als Proband:innen oder Helfer:innen bewer­ben. Die Auf­wands­ent­schä­di­gung beträgt 70 Euro pro Tag. Zur Mit­tags­zeit wer­den ein klei­ner Imbiss sowie Getränke ange­bo­ten. Infor­ma­tio­nen zur Teil­nahme und Anmel­dung gibt es auf der Web­site des Pro­jekts unter https://www.croma-projekt.de/croma-projekt/Anmeldung .

Wäh­rend der Expe­ri­mente hal­ten sich die Teilnehmer:innen unter ande­rem auf einem simu­lier­ten Bahn­steig auf oder pro­ben das Ein- und Aus­stei­gen an Zug­tü­ren. Die Wege jeder ein­zel­nen Per­son wer­den erho­ben, so dass Abstände und Kon­takt­dau­ern der Per­so­nen bestimmt wer­den kön­nen. Hier­aus las­sen sich z. B. Aus­sa­gen zu poten­ti­el­len Anste­ckungs­wahr­schein­lich­kei­ten tref­fen. All dies wird unter strengs­ter Ein­hal­tung der Hygiene- und Schutz­maß­nah­men rea­li­siert, die mit den Geneh­mi­gungs­be­hör­den abge­stimmt werden.

Ziel des Pro­jekts CroMa ist es, ver­bes­serte bau­li­che Maß­nah­men, neue Infor­ma­ti­ons- und Raum­nut­zungs­kon­zepte sowie ein geeig­ne­tes Crowd-Manage­ment für Bahn­höfe bei Belas­tungs­spit­zen oder in Pan­de­mie­si­tua­tio­nen zu erar­bei­ten. Auf­grund der seit Jah­ren stei­gen­den Fahr­gast­zah­len kommt es viel­fach zu über­füll­ten Bahn­hö­fen, die dem Ansturm nicht mehr gewach­sen sind. Dadurch erhö­hen sich die Risi­ken für gefähr­li­ches Gedränge auf dem Bahn­steig oder für Stau­un­gen an Trep­pen und in Unter- oder Über­füh­run­gen, die bis hin zu Stür­zen ins Gleis­bett oder zum voll­stän­di­gen Erlie­gen des Ver­kehrs füh­ren können.

Das Pro­jekt „CroMa“ (Crowd-Manage­ment in Ver­kehrs­in­fra­struk­tu­ren) wird vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Bil­dung und For­schung geför­dert (www.sifo.de). Neben der koor­di­nie­ren­den Ber­gi­schen Uni­ver­si­tät Wup­per­tal sind das For­schungs­zen­trum Jülich, die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum sowie die D.LIVE betei­ligt. Dar­über hin­aus sind Betrei­ber unter­schied­li­cher Ver­kehrs­in­fra­struk­tu­ren, Sicher­heits­dienste, Behör­den und Orga­ni­sa­tio­nen mit Sicher­heits­auf­ga­ben ein­ge­bun­den, um zu gewähr­leis­ten, dass die erar­bei­te­ten Lösun­gen und Kon­zepte pra­xis­nah und anwend­bar sind.

Wei­tere Informationen
Anmel­dung zu den Fuß­gän­ger-Expe­ri­men­ten https://www.croma-projekt.de/croma-projekt/Anmeldung