Eröff­ne­ten den Was­ser­spiel­platz in Garath (v.l.): Ruth Orzes­sek-Kruppa (Lei­te­rin Stadt­pla­nungs­amt), Grün­de­zer­nen­tin Helga Stul­gies und Doris Tör­kel (Lei­te­rin Gartenamt),©Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

 

 

Ämter-Koope­ra­tion im Rah­men von Garath 2.0
Inte­gra­ti­ves Spiel­an­ge­bot mit ganz­jäh­ri­ger Nutzbarkeit

Düs­sel­dorf hat einen neuen Was­ser­spiel­platz. Die Lan­des­haupt­stadt hat dazu in einer Zusam­men­ar­beit von Gar­ten­amt und Stadt­pla­nungs­amt im Rah­men des Pro­jek­tes Garath 2.0 den Kin­der­spiel­platz an der Peter-Beh­rens-Straße 154 in Garath umge­stal­tet. Grün­de­zer­nen­tin Helga Stul­gies, Gar­ten­amts­lei­te­rin Doris Tör­kel und die Lei­te­rin des Stadt­pla­nungs­amts, Ruth Orzes­sek-Kruppa, haben die Anlage am Mitt­woch, 18. August, offi­zi­ell eröff­net und gemein­sam das Was­ser angestellt.

Der Was­ser­spiel­platz an der Peter-Beh­rens-Straße liegt mit­ten im Zen­trum des Stadt­teils Garath. Ent­stan­den ist ein inte­gra­ti­ves Was­ser­spiel­an­ge­bot, das auch ganz­jäh­rig nutz­bar ist. Der Spiel­platz steht unter dem Thema “Luft – Land – Meer”. Das Motto visua­li­siert den Kreis­lauf des Was­sers – vom auf­stei­gen­den Was­ser aus dem Meer in den Him­mel über Wol­ken, aus denen der Regen wie­der hinab auf die Erde fällt. Auf dem Spiel­platz lei­ten sich dar­aus drei ver­schie­dene Spiel­be­rei­che ab. Dar­über hin­aus laden Wege und klei­nere Plätze zum Ver­wei­len ein und bie­ten klei­ne­ren Kin­dern Raum zum Rol­ler- oder Laufradfahren.

Das Thema “Luft – Land – Meer” erleben
Im Spiel­be­reich “Luft” steht ein klas­si­sches Klet­ter­ge­rät, das die Optik eines Luft­schiffs hat. Kin­der kön­nen dar­auf klet­tern, hin­ein­stei­gen und sich in die schau­kelnde Pilo­ten­kan­zel set­zen. Um das Luft­schiff herum befin­den sich die Wol­ken. Sie laden eben­falls zum Klet­tern ein – jedoch im Feuch­ten. Ein­ge­baute Sprüh­dü­sen las­sen einen fei­nen Nebel ent­ste­hen, der das Luft­schiff einhüllt.

Der Bereich “Land” sym­bo­li­siert Bäche und Flüsse, in denen sich der Regen sam­melt und zum Meer hin­fließt. Dazu ist auf dem Spiel­platz ein “Berg” mit einem Fluss­lauf ent­stan­den, der das Was­ser über meh­rere Rin­nen und vor­bei an Natur­stein­find­lin­gen hin­ab­führt. Im Spiel kön­nen die Kin­der das Was­ser stauen und mit Weh­ren umlei­ten. Der Fluss­lauf ist von einer Sand­flä­che umge­ben, die zum Mat­schen ein­lädt. Aus meh­re­ren Schwen­gel­pum­pen kön­nen die Kin­der Was­ser gewin­nen. Dane­ben befin­det sich ein Leucht­turm, der zum Klet­tern, Rut­schen und Beob­ach­ten einlädt.

Der Spiel­be­reich “Meer” ver­fügt über große befes­tigte Wel­len­berge. Im Boden sind Was­ser­strahl­dü­sen ver­baut. Auf ein­ge­bau­ten Surf­bret­tern kön­nen die Kin­der ihr Gleich­ge­wicht tes­ten und dabei das Was­ser im Gesicht spü­ren. Ebenso las­sen sich die Surf­bret­ter ohne Was­ser bespie­len. Auf den Wel­len­ber­gen kön­nen die Kin­der außer­halb der Was­ser­spiel­platz-Sai­son zum Bei­spiel Tret­rol­ler oder Inline­skates aus­pro­bie­ren. An die Flä­che ange­glie­dert ist zudem noch eine Doppelschaukel.

“Mit der Anlage an der Peter-Beh­rens-Straße eröff­nen wir den neun­ten Was­ser­spiel­platz in Düs­sel­dorf sowie den ers­ten in Garath – und knüp­fen damit an eine lange Tra­di­tion an. Die ers­ten Was­ser­spiel­plätze ent­stan­den in den 1950er Jah­ren. Im Laufe der Jahr­zehnte hat die Stadt die Anla­gen kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt und so beliebte Treff­punkte für Kin­der und Fami­lien geschaf­fen. Vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels leis­ten die Was­ser­spiel­plätze heute einen posi­ti­ven Bei­trag zum Mikro­klima vor Ort”, begrüßt Grün­de­zer­nen­tin Helga Stul­gies den Umbau des Spielplatzes.

Spiel­platz­pla­nung mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Bei der Umset­zung des Kon­zepts hat die Stadt gro­ßen Wert auf Nach­hal­tig­keit und einen spar­sa­men Umgang mit Res­sour­cen gelegt. Der Spiel­platz wurde so geplant, dass mög­lichst wenig Boden aus­ge­ho­ben und ent­sorgt wer­den musste. Das vor­han­dene Ent­wäs­se­rungs­sys­tem wird wei­ter­hin genutzt, und anfal­len­des Ober­flä­chen­was­ser ver­si­ckert in den Pflanz- oder Sand­flä­chen. Die Was­ser­tech­nik wurde so aus­ge­wählt, dass ein spar­sa­mer Ver­brauch von Trink­was­ser gege­ben ist.

Die vor­han­de­nen Bestands­bäume sind im neuen Kon­zept inte­griert. Zudem hat das Gar­ten­amt einen neuen Baum gepflanzt, der den Spiel­platz in der Zukunft wei­ter beschattet.

“Der neu ent­stan­dene Was­ser­spiel­platz visua­li­siert das Thema ‘Luft – Land – Meer’. Die Ele­mente fin­den sich in der gesam­ten Gestal­tung der Anlage sowie in den Spiel­ge­rä­ten wie­der. Der Spiel­platz ver­fügt über krea­tive Spiel­an­ge­bote mit Was­ser sowie über Geräte, die auch ganz­jäh­rig genutzt wer­den kön­nen. Bei der Pla­nung der Anlage hat die Stadt beson­de­ren Wert auf Nach­hal­tig­keit und einen spar­sa­men Umgang mit Res­sour­cen gelegt”, sagt Doris Tör­kel, Lei­te­rin des Garten‑, Fried­hofs- und Forstamts.

Ruth Orzes­sek-Kruppa, Lei­te­rin des Stadt­pla­nungs­amts, ergänzt: “Ent­stan­den ist der Was­ser­spiel­platz im Rah­men des För­der­pro­gramms Garath 2.0. Als ers­ter Was­ser­spiel­platz in Garath schließt er eine Lücke im Frei­zeit­an­ge­bot des Stadt­teils und trägt dazu bei, Garath attrak­ti­ver, anspre­chen­der und leben­di­ger zu machen. An der Gestal­tung des Spiel­plat­zes haben sich Kin­der und Jugend­li­che aus dem Stadt­teil betei­ligt und ihre Ideen ein­ge­bracht. Geför­dert wurde das Pro­jekt von Bund, Land und EU.”

Die Bau­zeit für den Was­ser­spiel­platz betrug vier Monate. Die Gesamt­kos­ten für den neu ent­stan­de­nen Spiel­platz lie­gen bei rund 500.000 Euro.

Hin­ter­grund: Was­ser­spiel­plätze in Düsseldorf
Was­ser­spiel­plätze haben in Düs­sel­dorf eine lange Tra­di­tion. Unter der Lei­tung des dama­li­gen Gar­ten­amts­di­rek­tors Ulrich Wolf ent­stan­den in den 50er- und 60er Jah­ren die ers­ten Anla­gen. Ziel war es, einen Ersatz für die nach dem Zwei­ten Welt­krieg noch feh­len­den Schwimm­hal­len und Frei­bä­der zu schaf­fen. Über die Jahr­zehnte hat die Stadt die­ses Ange­bot wei­ter­ent­wi­ckelt. Für Kin­der und Fami­lien sind die Was­ser­spiel­plätze heute beliebte Treff­punkte im Som­mer. Sie bie­ten attrak­tive Mög­lich­kei­ten zur Frei­zeit­ge­stal­tung und zum krea­ti­ven Spiel. Vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels haben Was­ser­spiel­plätze auch eine öko­lo­gi­sche Bedeu­tung. Gerade in Hit­ze­pe­ri­oden und bei stei­gen­den Höchst­tem­pe­ra­tu­ren schaf­fen sie ein küh­le­res Klein­klima. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hat ins­ge­samt neun Was­ser­spiel­plätze. Dazu kom­men 59 Kin­der­spiel­plätze mit Wassermatschanlagen.

Hin­ter­grund: Garath 2.0
Mit dem Pro­jekt Garath 2.0 macht Düs­sel­dorf den Stadt­teil für die nächs­ten Jahr­zehnte zukunfts­fä­hig. Ver­schie­dene Ämter, Insti­tu­tio­nen und Inter­es­sierte aus Garath arbei­ten dabei zusam­men, um einen attrak­ti­ven und leben­di­gen Stadt­teil mit und für die dort leben­den Men­schen zu gestal­ten. Das Kon­zept beinhal­tet dazu rund 50 Maß­nah­men – dar­un­ter das Frei­raum­kon­zept. Neue Spiel­plätze für Garath zu gestal­ten, ist dabei ein wich­ti­ger Bau­stein. Ins­ge­samt wer­den im För­der­pro­gramm Garath 2.0 rund 30 Mil­lio­nen Euro aus Mit­teln von Bund, Land und der Euro­päi­schen Union investiert.