Stell­ten Ein­zel­hei­ten zum Bau eines Fahr­rad­park­turms vor den Düs­sel­dorf Arca­den vor: Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral (v.l.),©Landeshauptstadt Düs­sel­dorf, Uwe Schaffmeister

 

Erste voll­au­to­ma­ti­sche Abstell­an­lage für Fahr­rä­der in Nord­rhein-West­fa­len/­Turm wird 120 Draht­eseln Platz bieten

Auf dem Vor­platz der Düs­sel­dorf Arca­den an der Fried­rich­straße ist am Mon­tag, 6. Sep­tem­ber, offi­zi­ell mit den Bau­ar­bei­ten zu einem Fahr­rad­park­turm begon­nen wor­den. Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und Mobi­li­täts­de­zer­nent Jochen Kral mach­ten sich vor Ort ein Bild von den anste­hen­den Arbei­ten. Bis Herbst 2022 soll dort eine voll­au­to­ma­ti­sierte Fahr­rad­ab­stell­an­lage mit 120 Stell­plät­zen ent­ste­hen — die erste die­ser Art in Nordrhein-Westfalen.

Die Lan­des­haupt­stadt, die gezielt einen Fokus auf die The­men Rad­ver­kehr und zukunfts­träch­tige Mobi­li­tät legt und diese in beson­de­rem Aus­maß för­dern möchte, setzt mit dem Bau des Fahr­rad­park­turms einen wei­te­ren wich­ti­gen Schritt in Rich­tung fahr­rad­freund­li­che Stadt. Damit hat sie eine Vor­rei­ter-Rolle in Nord­rhein-West­fa­len: eine voll­au­to­ma­ti­sche Abstell­an­lage für Fahr­rä­der gibt es bis­her nir­gendwo. Auch deutsch­land­weit ist ein Fahr­rad­park­turm bis­lang eine Rari­tät. Mit ins­ge­samt 120 Ein­stell­bo­xen für Fahr­rä­der, Pedel­ecs und E‑Bikes stellt der Bil­ker Fahr­rad­park­turm ein Höhe­punkt für alle Fahr­rad­fah­re­rin­nen und Fahr­rad­fah­rer im Her­zen Düs­sel­dorfs dar.
“Mit dem Bau des Fahr­rad­park­turms sol­len ver­stärkt Pend­ler­ver­kehre mit dem loka­len ÖPNV und dem Rad­ver­kehr ver­knüpft wer­den”, betonte Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. “Wir möch­ten beson­ders an Kno­ten- und Umstiegs­or­ten den Umwelt­ver­bund in Düs­sel­dorf wei­ter stär­ken und den Rad­ver­kehr fördern.”

“Wir freuen uns, als Lan­des­haupt­stadt das Pro­jekt ‘Voll­au­to­ma­ti­scher Fahr­rad­park­turm Bahn­hof D‑Bilk’ rea­li­sie­ren zu kön­nen. Das Pro­jekt leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ver­kehrs­wende. Mit dem Fahr­rad­park­turm bauen wir das Bike & Ride-Ange­bot in Düs­sel­dorf wei­ter aus und schaf­fen attrak­tive und sichere Abstell­mög­lich­kei­ten für Fahr­rä­der”, sagte Jochen Kral, Dezer­nent für Mobilität.

Der Fahr­rad­park­turm aus Stahl­pro­fi­len mit illu­mi­nier­ter Glas­fas­sade wird auf rund 65 Qua­drat­me­tern 10,80 Meter hoch. Die 120 sepa­ra­ten Fahr­rad-Ein­stell­plätze befin­den sich auf 10 Trä­ger­pa­let­ten zu je 12 Plät­zen, die mit­tels Hub­werk beför­dert wer­den. Aus­ge­rich­tet zur Fried­rich­straße und rück­wär­tig zu den Arca­den wird es jeweils 6 Zugangs­tore und einen Bedien­ter­mi­nal geben. Neben den Abstell­mög­lich­kei­ten für die Fahr­rä­der und Pedel­ecs wird es außer­dem 24 Akku-Lade­fä­cher mit eige­nem Bedien­ter­mi­nal geben.

Nach­dem vor­be­rei­tend der Lei­tungs­gra­ben von der Straße bis zum Stand­ort des Fahr­rad­park­turms her­ge­stellt wurde, begin­nen nun Erd- und Tief­bau­ar­bei­ten sowie die Erstel­lung des rund 1,20 Meter tie­fen Fun­da­ments, das in der Mitte die Grube für das spä­tere Hub­werk des Fahr­rad­park­turms ent­hält. Da für die Bau­phase 3, den eigent­li­chen Turm­bau, eine grö­ßere Arbeits­flä­che benö­tigt wird, wurde vor­sorg­lich im Bau­zei­ten­plan der mög­li­che Weih­nachts­markt auf dem Vor­platz der Arca­den als Bau­pause ein­ge­plant. Wäh­rend der gesam­ten Bau­ar­bei­ten wird Wert dar­auf­ge­legt, so wenig Flä­che des Vor­plat­zes wie mög­lich für die Arbei­ten in Anspruch zu nehmen.

Von Mitte Januar bis Mitte Juni 2022 sind dann die Bau­ar­bei­ten für das Stahl­kon­strukt, der Ein­bau des Hub­werks, der Trä­ger­pa­let­ten mit den Rad­bo­xen und der Zugangs­tore, die Dach­ar­bei­ten mit Blitz­schutz sowie die Anbrin­gung der Glas­fas­sade mit der LED-Hin­ter­leuch­tung geplant. Etwa ab Mitte Juni 2022 müs­sen die Höhen­an­pas­sun­gen der umlie­gen­den Pflas­ter­flä­chen vor­ge­nom­men und in die­sem Zusam­men­hang das Blin­den­leit­sys­tem ver­legt und die für den Bau ent­nom­me­nen Bäume durch Bäume aus der Zukunfts­baum­liste ersetzt wer­den. Zum Abschluss ist dann auch ein vier­wö­chi­ger Test­be­trieb vor­ge­se­hen, bevor der plan­mä­ßige Betrieb star­ten kann.

Die Kos­ten des Gesamt­pro­jek­tes belau­fen sich auf rund 1,5 Mil­lio­nen Euro. Für die Umset­zung des Pro­jek­tes erhält die Stadt Düs­sel­dorf im Rah­men der Natio­na­len Kli­ma­in­itia­tive eine För­de­rung vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz und nukleare Sicher­heit in Höhe von rund 425.000 Euro.

Hin­ter­grund Der Fahr­rad­park­turm wird am Bahn­hof-Bilk errich­tet, der zu einem Regio­nal­bahn­hof mit Halt von Regio­nal­zü­gen aus­ge­baut wird. Schon heute ist der Bahn­hof ein wich­ti­ger Umstei­ge­punkt zu ver­schie­de­nen Stadt­bahn- und Bus­li­nien. Der Bahn­hof liegt zudem an einer wich­ti­gen Nord-Süd-Ver­bin­dung des Radhauptnetzes.