Archiv­bild Lei­ter­wa­gen Foto: LOKALBÜRO

 

 

OB Dr. Ste­phan Kel­ler besucht Bene­fiz­ak­tion der Feuerwehr
Feu­er­wehr­leute enga­gie­ren sich auch in Corona-Zei­ten mit gro­ßem Ein­satz ehrenamtlich
Erlös der Samm­lung geht an den Ver­ein “Frosch­kö­nige gegen Kinderarmut”
2G-Regel bei der Drehleiterfahrt

Die Spen­den­samm­lung der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf hat eine lange Tra­di­tion. So sam­meln die Düs­sel­dor­fer Feu­er­wehr­leute seit 39 Jah­ren am zwei­ten Advents­wo­chen­ende Spen­den für den guten Zweck. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Berufs­feu­er­wehr, Pen­sio­nä­rin­nen und Pen­sio­näre sowie frei­wil­lige Hel­fe­rin­nen und Hel­fer laden am Sams­tag, 4. Dezem­ber, von 11 bis 17 Uhr am Grab­beplatz, nahe der Alt­stadt, zur tra­di­tio­nel­len Dreh­lei­ter­fahrt, und sam­meln dabei Spen­den. Bereits im Som­mer haben die ers­ten Pla­nun­gen und Vor­be­rei­tun­gen für die­sen ganz beson­de­ren Tag begonnen.

Die Fahrt mit der Dreh­lei­ter ist dabei fes­ter Bestand­teil und zugleich belieb­teste Attrak­tio­nen der Advents­samm­lung. Gegen eine frei­wil­lige, kleine Spende kön­nen Kin­der (in Beglei­tung eines Erwach­se­nen) sowie erwach­sene Inter­es­sierte im Korb der Dreh­lei­ter auf 30 Meter Höhe fah­ren las­sen und von dort oben die schöne Über­sicht über das vor­weih­nacht­li­che Trei­ben der fest­lich geschmück­ten Innen­stadt genie­ßen. Bei der tra­di­tio­nel­len Tom­bola kön­nen zudem wie­der attrak­tive Preise gewon­nen wer­den. So war es den Orga­ni­sa­to­ren in den letz­ten Jah­ren mög­lich, stets einen mitt­le­ren vier­stel­li­gen Betrag für die Spen­den­emp­fän­ger zu erwirtschaften.

Auch in die­sem Jahr fin­det die Advents­samm­lung am 4. Dezem­ber auf dem Grab­beplatz statt. Die Hel­fe­rin­nen und Hel­fer freuen sich auf die­sen außer­ge­wöhn­li­chen Tag im Jahr. Aller­dings war den Orga­ni­sa­to­ren schon recht früh bewusst, dass die tra­di­tio­nelle Durch­füh­rung in der momen­ta­nen Corona-Situa­tion sehr her­aus­for­dernd sein würde. Mit den wei­ter­hin stei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len ent­schied man sich dazu, die Spen­den­samm­lung nicht in gewohn­ter Weise statt­fin­den zulas­sen, son­dern mit Blick auf die gel­tende Coro­na­schutz­ver­ord­nung die 2G-Regel zu beach­ten und auf den Ver­kauf von Erb­sen­suppe und Geträn­ken wie Glüh­wein zu verzichten.

“Trotz der schwie­ri­gen Umstände ist die Advents­samm­lung mir und vie­len Feu­er­wehr­leu­ten eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit und ich bedanke mich bei allen Mit­wir­ken­den für ihren Ein­satz und für ihr sozia­les Enga­ge­ment “, sagt Feu­er­wehr­chef David von der Lieth. “Ich bedanke mich bei Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, der in die­sem Jahr die Schirm­herr­schaft der Feu­er­wehr­samm­lung über­nom­men hat.” Der ange­spro­chene Schirm­herr, Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, wird die Advents­samm­lung gemein­sam mit dem Feu­er­wehr­chef am Sams­tag­mit­tag besuchen.

Für die dies­jäh­rige Advents­samm­lung wählte die Feu­er­wehr den Ver­ein “Frosch­kö­nige gegen Kin­der­ar­mut” als Spen­den­emp­fän­ger aus. Der Ver­ein enga­giert sich bereits seit 13 Jah­ren für die schwächs­ten unse­rer Gesell­schaft. Als Allein­stel­lungs­merk­mal unter­stützt der Ver­ein die Her­an­wach­sen­den nicht ein­ma­lig, son­dern beglei­tet sie auf ihren Weg des erwach­sen wer­dens. So haben zahl­rei­che Spen­de­rin­nen und Spen­der eine Paten­schaft für ein Kind bezie­hungs­weise Jugend­li­chen über­nom­men. Von den regel­mä­ßi­gen Spen­den unter­stüt­zen die Frosch­kö­nige die Fami­lien mit Lebens­mit­tel­pa­ke­ten, Kin­der­klei­dung sowie Kin­der­schu­hen und vie­les mehr. Für den wohl­tä­ti­gen Ver­ein zählt die Beglei­tung der Kin­der und Jugend­li­chen auf derem indi­vi­du­el­len, per­sön­li­chen Lebens­weg. Beson­ders die Nach­hal­tig­keit steht dabei immer im Vor­der­grund der Spen­den. So wer­den die Spen­den­emp­fän­ger, die zum Bei­spiel bei der kie­fer­or­tho­pä­di­schen Behand­lung unter­stützt wer­den, ein­mal im Jahr auch mit elek­tri­schen Zahn­bürs­ten und des dazu­ge­hö­ri­gen Zube­hörs bedacht. “Gerade diese Nach­hal­tig­keit ist für mich ein Allein­stel­lungs­merk­mal, und ich freue mich sehr, dass wir die Frosch­kö­nige in die­sem Jahr mit unse­rer Advents­samm­lung unter­stüt­zen”, führt der Feu­er­wehr­chef aus.

Die Düs­sel­dor­fer Feu­er­wehr­leute hof­fen natür­lich auch in die­sem Jahr auf eine große Spen­den­be­reit­schaft. “Durch den Weg­fall des Sup­pen- und Geträn­ke­ver­kaufs feh­len uns natür­lich viele Spen­den. Die zahl­rei­chen Fir­men, die uns für die Tom­bola mit einer Sach­spende bedachte haben, sind durch die anhal­tende Corona-Pan­de­mie ver­ständ­li­cher­weise etwas zurück­hal­ten­der, was auch die Geld­spen­den anbe­langt”, erör­tert Feu­er­wehr­spre­cher Mar­cel Angen­endt, gleich­zei­tig Mit­or­ga­ni­sa­tor der Advents­samm­lung. Da hofft die Feu­er­wehr auf groß­zü­gige Unter­stüt­zung aus der Düs­sel­dor­fer Bevöl­ke­rung. “Für das Wohl der Kin­der und Jugend­li­chen zählt jeder Euro. Las­sen sie uns gemein­sam etwas für die Zukunft der Her­an­wach­sen­den unter­neh­men”, moti­viert Angen­endt die Düs­sel­dor­fer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Auch haus­in­tern wird natür­lich für den guten Zweck gesam­melt. “Ich selbst werde die Spen­den­samm­lung unter­stüt­zen und habe meine Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern per­sön­lich dazu ein­ge­la­den, nach ihren Mög­lich­kei­ten sich eben­falls zu betei­li­gen. Denn nur gemein­sam kön­nen wir etwas gegen Kin­der­ar­mut in Düs­sel­dorf unter­neh­men”, schließt David von der Lieth ab.

Alle Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dorf, die den Ver­ein “Frosch­kö­nige gegen Kin­der­ar­mut” unter­stüt­zen möch­ten, sind herz­lichst ein­ge­la­den, unter dem Ver­wen­dungs­zweck “Feu­er­wehr­samm­lung” ihren per­sön­li­chen Bei­trag zu leisten.