Sym­bol­bild Foto Feu­er­wehr Düsseldorf

 

In den Nach­mit­tags­stun­den zog eine Gewit­ter­front über die Lan­des­haupt­stadt, die bis jetzt 280 Ein­sätze für die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf zur Folge hatte. In den meis­ten Fäl­len han­delte es sich um voll­ge­lau­fen Kel­ler und Tief­ga­ra­gen. Par­al­lel zu den wet­ter­be­ding­ten Ein­sät­zen rückte die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf zu sechs auto­ma­ti­sche Brand­mel­de­an­la­gen und vier Brand­ein­sät­zen aus. Aktu­ell gibt es keine Erkennt­nisse, dass durch das Unwet­ter Men­schen zu Scha­den gekom­men sind. Neben den rund 200 Ein­satz­kräf­ten der Berufs­feu­er­wehr war auch die Frei­wil­lige Feu­er­wehr im Einsatz.

Seit dem Nach­mit­tag ist die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf dabei rund 300 wet­ter­be­dingte Ein­sätze abzu­ar­bei­ten. Nach­dem die Regen- und Gewit­ter­front teils mit ergie­bi­gen Nie­der­schlag über die Stadt hin­weg­ge­zo­gen war, mehr­ten sich die Not­rufe in der Feu­er­wehr­leit­stelle. Die Mehr­heit der Anru­fende berich­tete von mit Was­ser voll­ge­lau­fene Kel­lern und Tiefgaragen.

Um die Viel­zahl, teils gleich­zei­tig anste­hende Not­rufe zu bedie­nen, ver­stärkte die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf die Leit­stelle per­so­nell und besetzte die Aus­nah­me­ab­fra­ge­plätze. Schnell stieg die Anzahl der Ein­satz so stark an, dass diese durch die Dis­po­nen­ten kate­go­ri­siert und nach Prio­ri­tät abge­ar­bei­tet wur­den. Gegen 15.20 Uhr mel­dete sich eine Anru­fe­rin über die Not­ruf­num­mer 112 und berich­tete von einem Was­ser­ein­bruch in einer Sou­ter­rain­woh­nung und das sich dort noch eine bett­lä­ge­rige Per­son auf­hält. Umge­hend ent­sen­dete der Leit­stel­len­dis­po­nent die Ein­satz­kräfte zur Rhein­al­lee in Ober­kas­sel. Als die ers­ten Ein­satz­kräfte nur fünf Minu­ten nach der Alar­mie­rung an der Sou­ter­rain­woh­nung ein­tra­fen, konnte schnell Ent­war­nung gege­ben wer­den. Die Per­son befand sich nicht mehr in der Sou­ter­rain­woh­nung und war wohl auf. Neben den zahl­reich klin­geln­den Not­ruf­lei­tun­gen schrill­ten auch ins­ge­samt sechs auto­ma­ti­schen Brand­mel­de­an­la­gen in der Leit­stelle auf. In allen Fäl­len konn­ten die Ein­satz­kräfte vor Ort Ent­war­nung geben. Grund für die Aus­lö­sun­gen waren tech­ni­sche Defekte an der Anlage.

Als die meis­ten Ein­satz­kräfte noch mit der Besei­ti­gung der Was­ser­schä­den beschäf­tigt waren, ging auch meh­rere Feu­er­mel­dun­gen bei der Leit­stelle ein. Um 16 Uhr erfolgte die Mel­dung über einen Kel­ler­brand in der Düs­sel­dor­fer Alt­stadt bei der Feu­er­wehr ein. Als die ers­ten Ein­satz­kräfte um kurz nach 16 Uhr an der Huns­rü­cken­straße ein­tra­fen, quoll bereits Rauch aus dem Kel­ler und der Trep­pen­raum war ver­raucht. Umge­hend ent­sen­dete der Ein­satz­lei­ter einen Trupp zur Brand­be­kämp­fung in den Kel­ler und zusätz­lich einen Ret­tungs­trupp zur Kon­trolle in den Trep­pen­raum. Dabei konnte der Ret­tungs­trupp eine Per­son aus dem Trep­pen­raum ret­ten und ins Freie brin­gen. Par­al­lel dazu konn­ten wei­tere Ein­satz­kräfte wei­tere Bewoh­ner über die Dreh­lei­ter aus dem Dach­ge­schoss ret­ten. Der Ret­tungs­dienst der Lan­des­haupt­stadt ver­sorgte vor­sorg­lich fünf Bewoh­ner. Wo von im Anschluss drei Bewoh­nern für eine wei­tere ärzt­li­che Behand­lung in ein Kran­ken­haus trans­por­tiert wurde. Nach rund 90 Minu­ten kehr­ten die letz­ten der etwa 30 Ein­satz­kräfte zu ihren Wachen zurück. Neben den zahl­rei­chen Was­ser­schä­den kam es auch zu ver­ein­zel­ten Sturm­schä­den in der Lan­des­haupt­stadt. So löste sich an einem Haus an der Rethel­straße ein rund 30 Kilo­gramm schwe­res Fas­se­den­stück und viel zu Boden. Die Feu­er­wehr sperrte den Bereich weit­räu­mig ab und stimmte das wei­tere Vor­ge­hen mit einem Mit­ar­bei­ten­den des städ­ti­schen Bau­auf­sichts­am­tes ab. Nach einer ers­ten Ein­schät­zung des Spe­zia­lis­ten musste die Feu­er­wehr nicht mehr Tätig­wer­den und der betrof­fene Bereich wurde durch die Fach­leute des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment abge­si­chert und die Ein­satz­stelle an die Poli­zei und das Bau­auf­sichts­amt übergeben.

Aktu­ell sind die Ein­satz­kräfte der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf zusam­men mit den Fach­leu­ten der Stadt­ent­wäs­se­rungs­be­triebe an der Holz­straße damit beschäf­tigt, eine Tief­ga­rage von Was­ser zu befreien. Hier drang Was­ser über drei Unter­ge­schosse ein. Zur­zeit pum­pen die Ein­satz­kräfte mit 4.500 Liter pro Minute die Was­ser­mas­sen ins Freie.

Zur­zeit ver­zeich­net der Ein­satz­leit­rech­ner noch rund 30 zu besei­ti­gende Scha­dens­stel­len, die im Ver­lauf des Abends abge­ar­bei­tet wer­den. Per­so­nen­schä­den im Zusam­men­hang mit dem Unwet­ter sind bis­lang nicht bekannt. Neben den rund 200 Ein­satz­kräf­ten der Berufs­feu­er­wehr waren auch die ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer aller Ein­hei­ten der Frei­wil­lige Feu­er­wehr in die Besei­ti­gung der Schä­den mit eingebunden.