Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Feu­er­wehr Dezer­nent Chris­tian Zaum und Feu­er­wehr­chef David von der Lieth mit den Geehrten,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler hat am Mitt­woch, 1. März, 27 Feu­er­wehr­leute im Rat­haus für ihre lang­jäh­rige Zuge­hö­rig­keit zur Feu­er­wehr aus­ge­zeich­net. Das Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Gold für 35-jäh­rige Zuge­hö­rig­keit erhiel­ten im Jan-Wel­lem-Saal elf Ein­satz­kräfte, wei­tere 14 beka­men das Ehren­zei­chen in Sil­ber für 25-jäh­rige Zuge­hö­rig­keit zur Feu­er­wehr über­reicht. Dazu kamen zwei Ange­hö­rige von Werksfeuerwehren.

Der Ober­bür­ger­meis­ter erin­nerte in einer Fei­er­stunde an die Ver­dienste der Feu­er­wehr­leute wäh­rend ihrer lang­jäh­ri­gen Zuge­hö­rig­keit zur Feu­er­wehr und blickte gemein­sam mit Feu­er­wehr­de­zer­nent Chris­tian Zaum, Feu­er­wehr­chef David von der Lieth, den Jubi­la­ren und wei­te­ren Gäs­ten auf zurück­lie­gende Ein­sätze. “Jede ein­zelne Ein­satz­kraft ver­dient meine höchste Wert­schät­zung und Aner­ken­nung für ihre geleis­tete Arbeit. Mit ihrer Arbeit ste­hen die Frauen und Män­ner der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf seit über 150 Jah­ren jeden Tag für die Sicher­heit der Düs­sel­dorf Bevöl­ke­rung ein. Auch im ver­gan­ge­nen Jahr hat die Feu­er­wehr wie­der gezeigt, wie leis­tungs­stark, moti­viert, kom­pe­tent und den Men­schen zuge­wandt sie arbei­tet”, sagte Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. Neben den Feu­er­wehr­leu­ten der Berufs­feu­er­wehr wurde auch eine Ein­satz­kraft der Werk­feu­er­wehr Hen­kel aus­ge­zeich­net. Auch Ange­hö­ri­gen der Werks­feu­er­weh­ren Mer­ce­des-Benz AG und des Flug­ha­fens sowie wei­te­ren Kräf­ten der Berufs­feu­er­wehr, die eim Ter­min im Rat­haus ver­hin­dert waren, wer­den noch Ehren­zei­chen überreicht.

OB Dr. Kel­ler blickte auf die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res zurück. So zum Bei­spiel die Unter­stüt­zung der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf bei der Bewäl­ti­gung des Flücht­lings­stroms aus der Ukraine im Februar 2022: Hier waren viele Feu­er­wehr­leute unter ande­rem im Kri­sen­ma­nage­ment der Lan­des­haupt­stadt ein­ge­bun­den, hal­fen beim Auf­bau und der Koor­di­nie­rung von Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten sowie des Info-Points für die geflüch­te­ten Men­schen aus der Ukraine. Wäh­rend es Fest­ak­tes hob OB Dr. Kel­ler auch ein­zelne Ein­sätze her­vor und blickte bei­spiels­weise auf den Ver­kehrs­un­fall am 22. Novem­ber 2022 auf der Königs­al­lee zurück, bei dem ein Pkw von der Straße abkam, gegen meh­rere Fahr­zeuge prallte, in eine Men­schen­gruppe fuhr und letzt­end­lich am Stra­ßen­rand zum Ste­hen kam. Den Ret­tungs­kräf­ten war es mög­lich, alle Pati­en­ten zügig und in kür­zes­ter Zeit medi­zi­nisch zu ver­sor­gen und ins Kran­ken­haus zu transportieren.

Eine leis­tungs­fä­hige Feu­er­wehr braucht eine gute und nach­hal­tige Tech­nik. “Bereits zum Ende des Jah­res konn­ten wir die ers­ten Ret­tungs­dienst­fahr­zeuge aus­tau­schen. Der Aus­tausch der ins­ge­samt 50 Ret­tungs­wa­gen wird suk­zes­sive erfol­gen”, sagt Feu­er­wehr­de­zer­nent Chris­tian Zaum. “Neben einer moder­nen Fahr­zeug­flotte ist auch das Gebäu­de­ma­nage­ment ein wich­ti­ger Aspekt. Wir freuen uns auf einen zügi­gen Aus­füh­rungs- und Finan­zie­rungs­be­schluss zum Neu­bau der Feuer- und Ret­tungs­wa­che 7 in Wers­ten, sodass ein zügi­ger Bau­be­ginn des Stand­or­tes statt­fin­den kann.”

Die Ein­satz­kräfte selbst ste­hen bei ihren all­täg­li­chen Ein­satz­si­tua­tio­nen im Fokus der Bevöl­ke­rung, dazu gehö­ren jedoch zahl­rei­che Stun­den der Aus‑, Fort- und Wei­ter­bil­dung. So dau­ert die Brand­meis­ter­aus­bil­dung 18 Monate und wird durch eine drei­jäh­rige Aus­bil­dung zum Not­fall­sa­ni­tä­ter ergänzt. “Auch nach einer ins­ge­samt 4,5‑jährigen Aus­bil­dung müs­sen die Feu­er­wehr­leute wei­ter­hin regel­mä­ßig für den Ernst­fall trai­nie­ren und ihre erlern­ten Fähig­kei­ten auf­recht­erhal­ten”, sagt Feu­er­wehr­chef David von der Lieth. “Um für die vie­len indi­vi­du­el­len Ein­sätze in der Lan­des­haupt­stadt gewapp­net zu sein, simu­lie­ren die Feu­er­wehr­leute in zahl­rei­chen Übun­gen die unter­schied­lichs­ten Ein­satz­sze­na­rien.” So stärkt jede Feu­er­wehr­frau und jeder Feu­er­wehr­mann die per­sön­li­che Hand­lungs­kom­pe­tenz und sichert das umfang­rei­che Fach­wis­sen. Im Som­mer 2022 simu­lier­ten die Feu­er­wehr­leute, Ret­tungs­dienst­mit­ar­bei­ten­den und Not­ärzte zum Bei­spiel einen Mas­sen­an­fall an Ver­letz­ten an der Arena in Sto­ckum, um so ihre Hand­lungs­si­cher­heit zu festigen.

Auf Vor­schlag des Stadt­feu­er­wehr­ver­ban­des Düs­sel­dorf e.V. zeich­nete Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler den ehe­ma­li­gen Lei­ter der Werks­feu­er­wehr des Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fens, Tho­mas Jezio­rek, mit der Feu­er­wehr­eh­ren­na­del aus, da er sich bis zu sei­nem Ein­tritt in den Ruhe­stand im ver­gan­ge­nen Jahr im beson­de­ren Maße für das Feu­er­wehr­we­sen in der Lan­des­haupt­stadt enga­giert hat.