Mar­tin Vol­ken­rath Bild: NRWSPD

 

Gla­mour-Bau­ten, beleuch­tete City-Möbel — wenn’s um’s Pres­tige geht, sind Düs­sel­dorfs Stadt­vä­ter spen­da­bel. Doch Geld aus­ge­ben für Lebens­qua­li­tät und Gesund­heit ihrer Bür­ger — da gilt eher: Rot­stift statt Spendierhose.

Denn nach dem stock­dus­te­ren Licht-Spar-Win­ter in den Außen­ber­zir­ken, dro­hen die „Spar­füchse“ jetzt mit einem neuen Coup. In ihrem Visier: die Gesund­heit der Men­schen, Sau­nen- und Bäder sol­len geschlos­sen wer­den. Lesen Sie mal, was SPD-Rats­herr Mar­tin Vol­ken­rath davon hält, was er dage­gen tun will:

Bür­ger­pro­test gegen Sau­na­schlie­ßung — auch Schwimm­bä­der sol­len geschlos­sen werden

Bedau­ern, Wider­spruch und Pro­test lösen die aktu­el­len Dis­kus­sio­nen zu wei­te­ren Schlie­ßun­gen bei den Düs­sel­dor­fer Bädern aus.

So soll die letzte noch offene städ­ti­sche Sauna, die Suomi-Sauna im Sport­park Nie­der­heid, ab April geschlos­sen wer­den. Auch für drei Hal­len­bä­der soll das Aus für die Som­mer­sai­son erfol­gen. Der ver­meint­li­che Grund: Die Stei­ge­rung der Energie-Effizienz.

Es regt sich Wider­stand. Im Düs­sel­dor­fer Süden wer­den bereits Unter­schrif­ten gegen die Sau­na­schlie­ßung gesammelt.

Auch gegen Schlie­ßungs­ab­sich­ten von Hal­len­bä­dern ist die Dis­kus­sion eröff­net. Senio­ren, chro­nisch Erkrankte und Men­schen mit Behin­de­rung kön­nen vor allem die geplante Schlie­ßung der Müns­ter­therme nicht nach­voll­zie­hen, zumal das Rhein­bad als Frei­bad, nun wirk­lich keine Alter­na­tive für Sie darstellt.

Auch der Schul­sport wird mas­siv unter der Bäder­schlie­ßung lei­den. Auch hier gilt, dass Frei­bä­der für Schwimm­un­ter­richt keine echte Alter­na­tive darstellen.

Sport­po­li­ti­ker Mar­tin Volkenrath/SPD: „Andere Städte gehen den umge­kehr­ten Weg und erhö­hen inzwi­schen die Was­ser­tem­pe­ra­tu­ren wie­der. Wir haben in Düs­sel­dorf doch nicht hohe Mil­lio­nen-Sum­men für Schwimm­bä­der inves­tiert, um jetzt zu Las­ten unse­rer Bevöl­ke­rung Spar­sze­na­rien zu ent­wi­ckeln! Sowohl sozial, öko­lo­gisch wie gesund­heits­po­li­tisch ist dies unsinnig.“

Sau­na­be­nut­zer wer­den per Indi­vi­du­al­ver­kehr ins Umland geschickt, wo der Ein­tritts­preis für einen Sau­na­be­such im Übri­gen fast dop­pelt so hoch ist, wie bei einer öffent­li­chen Sauna in Düsseldorf!

„Ich unter­stütze die Unter­schrif­ten­ak­tion gegen die Sau­na­schlie­ßung im Sport­park Nie­der­heid. Und in punkto Bäder­schlie­ßung ist das letzte Wort noch lange nicht gespro­chen, ich erwarte eine vitale Dis­kus­sion“, so Vol­ken­rath abschließend.