Am lan­des­wei­ten Warn­tag, 08. Dezem­ber, tes­tet die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf 81 Warnanlagen,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr

 

Feu­er­wehr Düs­sel­dorf tes­tet 80 Warnanlagen

Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf betei­ligt sich am drit­ten bun­des­wei­ten Warn­tag am Don­ners­tag, 14. Sep­tem­ber. Dazu führt die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf ab 11 Uhr einen Pro­be­alarm des städ­ti­schen Warn­sys­tems mit 80 Sire­nen­stand­or­ten durch. Über das modu­lare Warn­sys­tem (MoWaS) wird durch das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe (BBK) zu Beginn des Warn­ta­ges deutsch­land­weit die Bevöl­ke­rung über die Warn-App NINA über den Pro­bel­alarm infor­miert. Zusätz­lich wird auf den Face­book- und Twit­ter-Sei­ten von Stadt und Feu­er­wehr eben­falls über den Pro­be­alarm berich­tet. Dort kön­nen aus der Bevöl­ke­rung Rück­mel­dun­gen zur Hör­bar­keit der Sire­nen gege­ben sowie Fra­gen rund um das Thema War­nung gestellt wer­den. Für Hin­weise und Rück­fra­gen von der Bevöl­ke­rung ist an die­sem Tag das Gefah­ren­te­le­fon der Lan­des­haupt­stadt unter der Ruf­num­mer 0211 38 89 889 von 10.45 bis 12 Uhr besetzt. Die Feu­er­wehr bit­tet darum, die Not­ruf­num­mer 112 nur für das Anzei­gen von tat­säch­li­chen Not­fäl­len und nicht für Nach­fra­gen zum Sire­nen­pro­be­alarm zu nutzen.

Neben den Warn­si­re­nen und den Warn-Apps wird eben­falls der neu ein­ge­führte Warn­ka­nal Cell Broad­cast, über den Warn­mel­dun­gen direkt an Mobil­te­le­fone in einem bestimm­ten Gebiet gesen­det wer­den kön­nen, zen­tral vom Bund aus­ge­löst und somit des­sen Funk­tio­na­li­tät getes­tet. “Die Ein­füh­rung von Cell Broad­cast durch den Bund war eine rich­tige und wich­tige Ent­schei­dung, so konnte der bereits umfang­rei­che Warn­mit­tel­mix erwei­tert wer­den”, sagt Feu­er­wehr­de­zer­nent Chris­tian Zaum. “Neben der Erwei­te­rung der Warn­mög­lich­kei­ten ist eine kon­ti­nu­ier­li­che Sen­si­bi­li­sie­rung der Men­schen über die Bedeu­tung der Bevöl­ke­rungs­war­nung wich­tig. Durch die bereits seit vie­len Jah­ren statt­fin­den­den Pro­be­läufe möch­ten wir die Men­schen in der Lan­des­haupt­stadt immer wie­der an die Wich­tig­keit des The­mas erinnern.”

Sire­nen­alarm

Der Pro­be­alarm beginnt um 11 Uhr mit dem Signal “Ent­war­nung”, das über die 80 Sire­nen im Stadt­ge­biet ertönt. Dafür wird ein Dau­er­ton von einer Minute ertö­nen. Dies bedeu­tet im Ernst­fall, dass die Gefahr vor­über ist. Zeit­gleich schickt das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe bun­des­weit über das Modu­lare-Warn­sys­tem den Pro­be­alarm raus, der an die ange­schlos­se­nen Warn­mit­tel wie die Warn-App NINA, digi­tale Anzei­ge­ta­feln, Cell Broad­cast und Warn­mul­ti­pli­ka­to­ren wie bei­spiels­weise Rund­funk­an­stal­ten heraus.

Um 11.06 Uhr erfolgt das Sire­nen­si­gnal “War­nung” – ein auf- und abschwel­len­der Dau­er­ton von etwa einer Minute. Die­ses Warn­si­gnal for­dert die Bür­ger im Ernst­fall auf, Ruhe zu bewah­ren und sich kon­ti­nu­ier­lich über Radio (WDR 2 und Antenne Düs­sel­dorf), Fern­se­hen, Inter­net und auf den sozia­len Netz­wer­ken von Stadt und Feu­er­wehr zu infor­mie­ren. Um 11.12 Uhr ertönt zum Abschluss des Tests erneut das Signal “Ent­war­nung“.

80 Sire­nen wer­den dies­mal getestet

Nach dem Aus­bau des Sire­nen­net­zes in der Lan­des­haupt­stadt ste­hen beim bun­des­wei­ten Warn­tag 2023 ins­ge­samt 80 Sire­nen, die durch die Feu­er­wehr­leit­stelle aus­ge­löst wer­den, für den Test bereit.
Die auf Grund­lage der Rück­mel­dun­gen der ver­gan­ge­nen Pro­be­alar­mie­run­gen erstell­ten Aus­wer­tun­gen sind in die Pla­nun­gen des Aus­baus des Warn­sys­tems mit ein­ge­flos­sen. Die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf hat das städ­ti­sche Sire­nen­netz in den letz­ten Jah­ren ste­tig erneu­ert und wei­ter aus­ge­baut. Eine aktua­li­sierte Infor­ma­ti­ons­bro­schüre zu den Sire­nen­si­gna­len sowie wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Thema fin­den sich im Inter­net unter: https://www.duesseldorf.de/sirenen

Cell Broad­cast

Seit Ende Februar ist der neue Warn­ka­nal Cell Broad­cast aktiv und wurde im Dezem­ber 2022 erst­mals bun­des­weit getes­tet. Durch Cell Broad­cast kön­nen Bund, Land und Kom­mu­nen Warn­mel­dun­gen an alle in einem bestimm­ten Abschnitt des Mobil­funk­net­zes befind­li­che Mobil­funk­ge­räte (Smart­phones und kon­ven­tio­nelle Han­dys) ver­sen­den. Zum Emp­fang der Warn­mel­dung ist keine spe­zi­elle Soft­ware not­wen­dig, die Warn­mel­dung wird vom Mobil­funk­be­trei­ber auto­ma­tisch auf die mobi­len End­ge­räte über­tra­gen. Das BBK infor­miert auf sei­ner Inter­net­seite über die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für den Emp­fang von Cell Broad­cast https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html#vt-sprg‑3. “Die War­nung der Bevöl­ke­rung über Cell Broad­cast wer­den wir in der Lan­des­haupt­stadt nur bei extre­mer Gefahr für Leib und Leben durch­füh­ren”, sagt David von der Lieth, Lei­ter der Feu­er­wehr. “Durch die große Reich­weite und der direk­ten War­nung auf eine Viel­zahl von Mobil­te­le­fo­nen müs­sen wir hier sen­si­bel und bedacht mit der Nut­zung umgehen.”

Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment und Rhein­bahn wie­der mit dabei

Nach­dem im Sep­tem­ber 2020 beim ers­ten bun­des­wei­ten Warn­tag erst­ma­lig die 680 digi­ta­len Anzei­ge­ta­feln der Rhein­bahn an den Hal­te­stel­len sowie die städ­ti­schen Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­ta­feln des Amtes für Ver­kehrs­ma­nage­ment mit Hin­wei­sen zum Sire­nen­pro­be­alarm bespielt wur­den, wer­den beide Part­ner auch die­ses Mal wie­der mit dabei sein. Ab dem Mor­gen des 14. Sep­tem­ber wer­den die Tafeln mit Hin­wei­sen zum Warn­tag sowie in der Warn­phase des Pro­be­alarms mit der Infor­ma­tion, dass keine Gefahr für die Bevöl­ke­rung besteht, bespielt.

Ver­hal­tens­hin­weise im Ernstfall

Im Ernst­fall gilt: Ruhe bewahren!
Infor­mie­ren Sie sich kon­ti­nu­ier­lich über Radio, Fern­se­hen, Inter­net und auf den sozia­len Netz­wer­ken von Stadt und Feu­er­wehr sowie über das Gefah­ren­te­le­fon – dort erhal­ten Sie kon­krete Handlungsempfehlungen.
Infor­mie­ren Sie falls nötig ihre Fami­lie, Freunde und Nachbarn.
Not­rufe (112 oder 110) nicht blo­ckie­ren! Nur im Not­fall anrufen.
Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es am Gefah­ren­te­le­fon (0211 38 89 889) und auf den Face­book-Sei­ten der Lan­des­haupt­stadt und der Feu­er­wehr unter www.facebook.com/duesseldorf.
www.facebook.com/duesseldorf.feuerwehr

NINA Warn-App vom BBK

Bereits seit sie­ben Jah­ren nutzt die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf das modu­lare Warn­sys­tem mit der ange­schlos­se­nen Warn-App NINA vom Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hilfe. Damit wird die Bevöl­ke­rung nicht nur über bevor­ste­hende Gefah­ren mit einer soge­nann­ten Push-Benach­rich­ti­gung infor­miert, es wer­den auch wich­tige Hand­lungs­emp­feh­lun­gen und all­ge­meine Not­fall­tipps damit her­aus­ge­ge­ben. Die Warn-App ist kos­ten­los für Android und IOS erhältlich.