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Berit Zalbertus      Foto: Zalbertus

Berit Zalbertus ehemalige Vorsitzende der Elternschaft Düsseldorfer Schulen bewirbt sich um ein CDU Landtagsmandat. Zur Zeit ist sie beruflich in USA, wir haben sie interviewt.

Lokalbüro: Wie geht’s New York?
„Eine Stadt, die niemals schläft – so heißt es. Und das stimmt. Die Eindrücke prasseln ständig auf einen ein. Neben meiner Arbeit für ein Filmprojekt nehme ich auch sehr viele Ideen und Anregungen mit. Vor allem für die schulische Praxis in NRW. Das gefällt mir sehr.“

Lokalbüro: Hier berichten derweil die Zeitungen über ihre Kandidatur für den Landtag…
BZ: „… und schreiben dann über Grabenkämpfe und das Duell zweier Frauen. (B. Zalbertus vs Angela Erwin, Anm. d. Red.) Das finde ich schon sehr seltsam. Da ist auch noch ein Mann als Kandidat, Stefan Wiedorn, den kann man doch nicht einfach weglassen…“ ( lacht…) „Nein, aber im Ernst: Ja, ich möchte gerne für die CDU in den Landtag. Ja, ich habe mich erst spät dazu entschieden. Ja, ich bin erst seit einem guten Jahr Mitglied der CDU. Doch meine Familie und ich sind lebenslang traditionelle CDU-Wähler. Die Firma meines Mannes hat 2006 und 2008 den Video-Wahlkampf von Angela Merkel entwickelt und mit begleitet. Und nun ist aus meiner Sicht die Situation in den Schulen und der inneren Sicherheit NRWs so katastrophal, das ich mich entschlossen habe, landespolitisch aktiv zu werden.“

Lokalbüro: Einige meinen, Sie hätten innerhalb der CDU keine Chance…
„Schauen wir mal… Ich bin überrascht, wieviel positive Reaktionen ich in den letzten Tagen bekommen habe. Das hat mich bestärkt. Ich rede Klartext und mache mir große Sorgen um NRW. Rot-Grün muss weg und es nervt mich, daß die AfD überall die Unzufriedenen auch aus der CDU einsammelt. Ich spreche mit Menschen, die aus der CDU ausgetreten sind und versuche sie wieder zurückzuholen. Wir müssen die Probleme und Herausforderungen offen diskutieren, sonst verlieren viele Mitglieder ihre Heimat und sind deprimiert. Das können wir als CDU nicht wollen…“

Lokalbüro: AfD, Sicherheit – jede Menge Probleme, trotzdem wirken Sie ziemlich optimistisch…
„Ich sage: Neue Besen kehren gut. Die jetzige Zeit ist historisch aussergewöhnlich, deshalb sollten wir auch in der Lage sein, diesen Herausforderungen zu begegnen. Denn so bitter es klingt: Wir reden nicht von kleinen Problemen, eher von einem Tsnunami, dessen Höhepunkt wir noch nicht erreicht haben.“

Lokalbüro: Wie geht’s jetzt weiter?
„Am 9.6. ist die Mitgliederversammlung für den Wahlkreis und dort stelle ich mich den Mitgliedern zur Wahl. Danach wird man sehen.
(Ich habe jedenfalls geplant, nach den Sommerferien 100% meiner Zeit für den Wahlkampf zu nutzen)

Frau Zalbertus, wir danken für das Gespräch!