Verschiedene Bauarten von Gaslaternen mit Leuchtkörpern vom Gasglühstrumpf bis zur LED sind zu besichtigen

Einen Lichterweg haben am Montag, 26. November, die Beigeordnete der Landeshauptstadt Düsseldorf, Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke, und die Vorstände der Stadtwerke Düsseldorf, Dr. Udo Brockmeier und Manfred Abrahams, gemeinsam im Stadtwerkepark eröffnet. Zu sehen sind dort zehn verschiedene Gasleuchten, davon allein fünf Varianten des traditionellen Typs „Alt Düsseldorf“ mit unterschiedlichen Beleuchtungsarten, zum Beispiel Gas, LED warmweiß, LED kaltweiß oder eine Kombination mit Strom und Gas.

Die Düsseldorfer haben dort, an der Kettwiger Straße nun die Möglichkeit, einen Eindruck von der atmosphärischen Wirkung der verschiedenartigen Laternentypen mit unterschiedlichen Beleuchtungsarten zu gewinnen. Sie können die unterschiedlichen Leuchtkörper, Leuchtmittel und Lichtfarben direkt in der Praxis erleben, vergleichen und beurteilen.

Mit einem Lichterweg demonstrieren die Stadtwerke verschiedene Beleuchtungsarten,(c)Stadtwerke Düsseldorf AG

Angesichts gesetzlicher Neubestimmungen hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 10. Dezember 2015 die Stadtverwaltung beauftragt, einen Masterplan „Energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung“ zu entwickeln. Dabei geht es auch um die Zukunft der Gasbeleuchtung in der Stadt. Die Gaslaternen gelten aufgrund ihrer historischen Bedeutung als identitätsstiftend für die Landeshauptstadt Düsseldorf. Teil des Ratsauftrags ist, an einer geeigneten, zentralen Stelle im Stadtgebiet eine „Teststrecke Straßenleuchten“ mit unterschiedlichen Leuchtkörpern sowie Lichtfarben und -verteilung einzurichten. Entsprechend dieses Ratsauftrages ist von den Stadtwerken Düsseldorf im Stadtwerkepark ein „Lichterweg“ angelegt worden.

„Diese Teststrecke ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte um die Zukunft der Düsseldorfer Gasbeleuchtung“, erklärte Beigeordnete Cornelia Zuschke. „Alle interessierten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer können sich dort selbst ein Bild davon machen, welche atmosphärische Wirkung von verschiedenen Laternen ausgeht. Nach der Diskussions-Veranstaltung im Henkel-Saal vor zwei Monaten ist dies nun ein weiterer spannender Impuls. Ich freue mich auf weitere erhellende Diskussionen.“

„Im Laufe der Zeit hat die Debatte rund um die Gasbeleuchtung eine neue gesellschaftliche Dimension gewonnen“, betonte Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, die von der Stadt den Auftrag für den Betrieb der öffentlichen Straßenbeleuchtung haben. „Dabei geht es um Identität und Heimatgefühl, um Denkmalschutz – im weitesten Sinne um Kultur. Und gleichzeitig geht es um Sicherheit, Technik und natürlich auch Kosten. Wir entwickeln technische Zukunftskonzepte auch im Bereich der historisch wertvollen Gasbeleuchtung Düsseldorfs.“

Manfred Abrahams, Vertriebsvorstand der Stadtwerke Düsseldorf, erinnerte daran, dass die Gasbeleuchtung einst die Keimzelle des Unternehmens war: „Die Stadtwerke Düsseldorf wurden 1866 gegründet, um die Stadt mit gutem und preiswertem Gas zu versorgen, das zunächst ausschließlich für die öffentliche Straßenbeleuchtung genutzt wurde. Die Stadtwerkerinnen und Stadtwerker sind stolz darauf, dass sie immer wieder gute technische Lösungen für den Weiterbetrieb der Gaslaternen gefunden haben, etwa bei der Umstellung von Stadt- auf Erdgas Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre.“ Damals verabschiedeten sich viele deutsche Städte aus der gasbetriebenen öffentlichen Beleuchtung.

Der „Lichterweg“ befindet sich im Stadtwerke-Park an der Kettwiger Straße und ist jederzeit öffentlich zugänglich, die Laternen leuchten ab Einbruch der Dämmerung.