Anläss­lich der Eröff­nungs­pres­se­kon­fe­renz der boot Düs­sel­dorf 2019 erzählte Wer­ner Dorn­scheid, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf, die Geschichte der boot. Die­sen Vor­trag, der so unter­halt­sam war wol­len wir Ihnen nicht vor­ent­hal­ten und geben ihn im Ori­gi­nal wieder.

 

Ver­set­zen wir uns 50 Jahre zurück: es ist ein typi­scher, neb­li­ger Novem­ber­tag im Rhein­land. Man schreibt das Jahr 1969. An was denkt der Rhein­län­der bei so einem Datum? An die leuch­ten­den Later­nen bei den tra­di­tio­nel­len Mar­tins­um­zü­gen oder den Beginn der fünf­ten Jah­res­zeit, des Kar­ne­vals? Las­sen Sie uns heute an ein ande­res wich­ti­ges Ereig­nis nicht nur für Düs­sel­dorf erin­nern. Den Start der boot Düsseldorf.

Was hat­ten sich die „Grün­der­vä­ter“ der boot eigent­lich dabei gedacht: Eine Boots­messe im Bin­nen­land, meh­rere hun­dert Kilo­me­ter vom nächs­ten Meer ent­fernt? Doch schien gerade dies den Reiz aus­zu­ma­chen, denn die Men­schen im Rhein­land und dem Ruhr­ge­biet lechz­ten damals gera­dezu danach, den Flair der gro­ßen, wei­ten Welt zu erle­ben. Und die­sen hol­ten ihnen Mess­ele­gende Kurt Schoop und der Boot­jour­na­list Horst Schlich­t­ing direkt vor die Haus­tür und hoben die boot Düs­sel­dorf aus der Taufe. Die NOWEA hatte sich zwar als Ver­an­stal­te­rin hoch­ka­rä­ti­ger Indus­trie- und Maschi­nen­bau­mes­sen wie der drupa, der K oder der inter­pack längst schon welt­weit einen Namen gemacht, doch eine „Freizeit“-Messe hatte es in den Düs­sel­dor­fer Mes­se­hal­len bis dato noch nicht gege­ben. Ganze 116 Aus­stel­ler aus sie­ben Län­dern nah­men 1969 teil. Aber die Düs­sel­dor­fer waren begeis­tert. Boote in einer Mes­se­halle zu sehen, war nun wirk­lich eine Sen­sa­tion für die dama­lige Zeit. Und schon im kom­men­den Jahr prä­sen­tier­ten sich 183 Unter­neh­men aus 25 Län­dern auf einer ver­dop­pel­ten Aus­stel­lungs­flä­che und die Nach­frage der Her­stel­ler steigt auch in den kom­men­den Jah­ren gewal­tig. Die boot gerät von Beginn an zum Publi­kums­ma­gne­ten mit hohem media­lem Auf­merk­sam­keits­wert. Im zwei­ten Jahr der Messe wird der dama­lige NRW-Innen­mi­nis­ter und spä­tere Prä­si­dent des Deut­schen Sport­bun­des, Willi Weyer, Schirm­herr der boot.

Der Bau des neuen Mes­se­ge­län­des im Nor­den der Stadt war auch für die boot Düs­sel­dorf ein Erfolgs­ga­rant. Hier konnte sie sich zu ihrer heu­ti­gen Größe aus­brei­ten und sich zur Hei­mat für alle Was­ser­sport­ler ent­wi­ckeln. 1972 nimmt sie dort volle Fahrt auf! Neun Tage Lauf­zeit – 307 Aus­stel­ler – 50.000 Qua­drat­me­ter Aus­stel­lungs­flä­che und 85.751! Besu­cher. Erst­mals wird ein gro­ßes Regat­ta­be­cken für die Seg­ler auf­ge­baut. Und so geht es auch in den kom­men­den Jah­ren Schlag auf Schlag. Die boot Düs­sel­dorf ist von Beginn an Trend­set­ter! 1973 gibt es die ers­ten Surf­bret­ter auf der Messe zu sehen. 1974 zeigt die boot erst­mals auch im Som­mer Flagge und wird Part­ner der tra­di­tio­nel­len Tra­ve­mün­der Woche.

1979 holt sich die boot mit dem Tau­chen einen wei­te­ren Trend­sport an Bord und stellt erst­mals einen Tauch­turm in der Mes­se­halle auf. Schnup­per­tau­chen auf einer Was­ser­sport­messe? Welt­pre­miere auf der boot Düsseldorf.

Das Jahr 1980 wird zum Mei­len­stein in der Geschichte der boot: ein Schiffs­kran wird eigens für die boot gebaut. Tauf­pate und Namens­ge­ber ist Willi Weyer: „Big Willi“ ist seit­dem unser stärks­ter Kol­lege in der Messe. Er hebt Boote von bis zu 100 Ton­nen aus den Flu­ten des Rheins und ist auch die­ses Jahr wie­der flei­ßig dabei: 40 Segel- und Motor­boote kom­men 2019 durch ihn an Land und in die Messehallen.

Mit „boot Düs­sel­dorf – Ahoi“ bekommt die boot 1983 ihren eige­nen Song. Der „Hein Mück aus Bre­mer­ha­ven“, Gün­ter Bockel­mann, kom­po­niert das See­manns­lied. Zur Eröff­nung der Jubi­lä­ums boot am 18. Januar um 18:30 Uhr auf der Eis­flä­che an der Kö las­sen wir die alten See­manns­zei­ten wie­der­auf­le­ben. Und ein Kin­der­chor singt für alle boot Fans den Traditionssong.

Zur 20. boot hat sich das Tau­chen zu einem der Top­the­men der Messe ent­wi­ckelt. Die inter­na­tio­nale Tauch­szene fühlt sich inzwi­schen sehr hei­misch in Düs­sel­dorf: Hans Hass fei­ert hier am 23. Januar sei­nen 70. Geburts­tag. Der Tauch­film­pio­nier ist über Jahr­zehnte regel­mä­ßi­ger Gast auf der boot und berich­tet von sei­nen bahn­bre­chen­den For­schun­gen und beein­dru­cken­den Erleb­nis­sen. So auch zu sei­nem 90. auf der 40. boot. 2019 wer­den wir gemein­sam mit dem Düs­sel­dor­fer Aqua­zoo, dem Ver­band Deut­scher Sport­tau­cher sowie dem Hans Hass Insti­tut dem Tauch­for­scher anläss­lich sei­nes 100. Geburts­ta­ges geden­ken. Ehren­gast ist Hass Toch­ter Meta.

1994 darf ich als Geburts­jahr einer beson­de­ren Freund­schaft bezeich­nen. Zum 25. Geburts­tag der boot Düs­sel­dorf ist das Fürs­ten­tum Monaco Part­ner­land. Fürst Rai­nier schenkt der Messe einen his­to­ri­schen Anker aus dem 18. Jahr­hun­dert, der heute noch sei­nen Platz mit­ten auf dem Mes­se­ge­lände im Kreis­ver­kehr vor der Halle 4 hat. Ich freue mich ganz beson­ders, dass diese Part­ner­schaft in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren ste­tig gefes­tigt wurde. So ist mein Geschäfts­füh­rungs­kol­lege Bern­hard Stem­pfle seit letz­tem Novem­ber offi­zi­el­ler Hono­rar­kon­sul des Fürs­ten­tums Monaco in NRW. Mit der Ver­lei­hung des „ocean tri­bute“ Awards hat die boot eine ganz beson­ders enge Ver­bin­dung zu Monaco. Gemein­sam mit der Fürst Albert II. Stif­tung und der Deut­schen Mee­res­stif­tung wer­den mit dem Preis her­aus­ra­gende Pro­jekte für den Mee­res­schutz aus­ge­zeich­net. Der Fürst wird die Awards anläss­lich der blue motion night auf der boot am 21. Januar per­sön­lich den Gewin­nern überreichen.

Die 30. boot sonnt sich eben­falls in roya­lem Glanz: Schwe­den ist Part­ner­land und König Carl XVI. Gus­taf und Köni­gin Sil­via, die bekann­ter­ma­ßen am Düs­sel­dor­fer Lui­sen­gym­na­sium ihr Abitur abge­legt hat, sind die Ehren­gäste. Hans Hass ist auch wie­der an Bord und fei­ert sei­nen 80. Geburts­tag in Düsseldorf.

Zum 40. Jubi­läum gibt es ein neues Motto. Die boot erlaubt nun den Rundum-Blick: „360° Was­ser­sport erle­ben“ heißt es seit­dem. Damit ist die kom­plette Viel­falt der Was­ser­sport­welt bei uns an Bord.

Nach den Durst­stre­cken in den ver­gan­ge­nen Jah­ren steigt 2011 die Stim­mung in der Bran­che: Das spie­gelt sich in der leb­haf­ten Nach­frage nach Stand­flä­che wider. Ich erin­nere mich noch gut an unsere zen­trale Aus­sage damals: „Das Ver­trauen in die Bran­che ist zurück­ge­kehrt. Die boot als zen­tra­ler inter­na­tio­na­ler Mes­se­platz für den Boots- und Was­ser­sport pro­fi­tiert davon in beson­de­rem Maße.“

2017 wird die boot ihrem Ruf als Trend­set­ter wie­der ein­mal spek­ta­ku­lär gerecht: Die Surf-Sen­sa­tion „THE WAVE“ zieht ein. Erst­mals gibt es ech­tes Wel­len­rei­ten auf einer Was­ser­sport­messe. Die neun Meter breite und 1,50 Meter hohe ste­hende Welle lockt sowohl Surf­pro­fis als auch Einsteiger.

Seit letz­tem Jahr hat die kom­plette Beach­world ihre Hei­mat in der hel­len, licht­durch­flu­te­ten Halle 8a. In einer traum­haf­ten Surf­ku­lisse sind nun „THE WAVE“ und der Flat­wa­ter Pool erst­mals gemein­sam in einer Halle und bie­ten Action pur.

50 Jahre boot Düs­sel­dorf – das möch­ten wir mit Ihnen und allen Düs­sel­dor­fern fei­ern. Ein beson­de­res Geschenk gibt es des­halb von uns für alle Geburts­tags­kin­der, die ihren Jubel­tag vom 19. bis 27. Januar fei­ern. Sie sind herz­lich zu einem Tag auf der boot ein­ge­la­den und dür­fen sich ihre kos­ten­lose Ein­tritts­karte auf boot.de sichern.