Knal­ler gefäl­lig? Hier geht’s lang!

Vom Him­mel in die Hölle und wie­der zurück! Geht nicht? In Ron­cal­lis Apollo Varieté geht alles.

Der Sän­ger Max Bus­kohl rockt den Laden — wie immer eigent­lich. Die­ses Mal erhebt er sich zu Anfang vor einem strah­len­den Kreuz aus Licht, erklimmt die Him­mels­lei­ter, tritt durch die Pforte und wird gera­de­wegs in die Hölle geschleu­dert. Wird er es noch­mal schaf­fen end­gül­tig in den Him­mel zu kom­men? Das Seuf­zen, das durch das Publi­kum geht, drückt aus, dass er ja eigent­lich zu den Guten gehört… Woh­lig über­lässt man sich dem Schmelz sei­ner Stimme, da kommt aus dem off eine Stimme – die teuf­li­sche Chant­all! Sie ist so frech, schlag­fer­tig, die Ber­li­ner Göre schlecht­hin und so ver­füh­re­risch, dass man dann doch lie­ber in die Hölle möchte.

„Wie, ist schon Pause?“, das Licht geht an, die Besu­cher blin­zeln und kön­nen es ein­fach nicht fas­sen, dass die Hälfte die­ser Show: High­way to Hea­ven schon rum ist.

Die Liebe, hoch oben im Him­mel in einen roten Regen­schirm ver­packt, Andrew & Sascha. Die wun­der­schö­nen und rasan­ten Kin­der von Bern­hard Paul tan­zen mit ihrer Roll­schuh­num­mer auf dem Vul­kan zwi­schen Him­mel und Hölle. Der unschul­dige Ver­such von Yan mit sei­ner Fahr­ra­d­akro­ba­tik die Auf­merk­sam­keit sei­ner Liebs­ten zu gewin­nen, holt einen wie­der in den Him­mel und man möchte da blei­ben. Wäre da nicht die ras­sige Argen­ti­nie­rin Noelia Pompa, die Assis­ten­tin von Chantall…

Und nun schon ganz sicher, dass man mit die­sen bei­den Voll­wei­bern zockend in der Hölle bes­ser auf­ge­ho­ben ist als im Him­mel, kom­men die Mess­oudi Bro­thers mit ihrer Varia­tion von Hand auf Hand. Wer denkt, er hat schon alles zwi­schen Him­mel und Hölle gese­hen, stellt hier plötz­lich fest, dass er einen tro­cke­nen Mund hat, weil er wäh­rend der gesam­ten Num­mer offenstand.

Varieté as its best!
Der Genera­ti­ons­wech­sel im Apollo ist ein­ge­läu­tet. Vivi, Adrian und Lili Paul, wun­der­schöne Wesen, haben von bei­den Eltern das Beste mit­be­kom­men und den Mut gehabt, ihr Ding dar­aus zu machen. Sie las­sen uns Zuschauer wis­sen, es gibt bei die­sem Genera­ti­ons­wech­sel nur einen Schritt. Von Ver­hei­ßungs­voll zu Verheißungsvoll.