Eröff­ne­ten die neue Not­schlaf­stelle (v.l.): Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hint­z­sche, Peter Hinz, Geschäfts­füh­rer “franz­freunde”, Amts­lei­te­rin Miriam Koch und Jür­gen Plitt, Lei­ter Geschäfts­be­reich Woh­nungs­lo­sen­hilfe der “franzfreunde”,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

 

Inte­grierte Not­schlaf­stelle für Frauen, Män­ner und Paare auf der Graf-Adolf-Straße 73 eröffnet

Am 16. Dezem­ber eröff­nete die neue inte­grierte Not­schlaf­stelle für Frauen, Män­ner und Paare auf der Graf-Adolf-Straße 73. Dort ste­hen drei Eta­gen mit ins­ge­samt 80 Plät­zen für Über­nach­tende zur Ver­fü­gung. Neben den Schlaf­plät­zen für Män­ner gibt es einen sepa­ra­ten Bereich für Frauen und die Mög­lich­keit, Paare gemein­sam unter­zu­brin­gen. Das Haus besitzt einen Auf­zug, sodass auch in der Mobi­li­tät ein­ge­schränkte Per­so­nen das Über­nach­tungs­an­ge­bot nut­zen kön­nen. Dar­über hin­aus ist das Mit­brin­gen von Hun­den möglich.

Die vier obe­ren Eta­gen der Immo­bi­lie wer­den zur Unter­brin­gung obdach­lo­ser Frauen und Män­ner jen­seits des Not­schla­fens genutzt und vom kom­mu­na­len Sozi­al­dienst betreut. “Mit der neuen inte­grier­ten Not­schlaf­stelle auf der Graf-Adolf-Straße schaf­fen wir eine zen­trums­nahe, lang­fris­tige Lösung, um die men­schen­un­wür­di­gen Lebens­um­stände von schwer erreich­ba­ren Per­so­nen­grup­pen maß­geb­lich zu mil­dern”, erläu­tert Burk­hard Hint­z­sche, Stadt­di­rek­tor und Sozi­al­de­zer­nent der Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf.

Der zen­trums­nahe Stand­ort auf der Graf-Adolf-Straße erlaubt, den peri­phe­ren Stand­ort auf der Alde­kerk­straße auf­zu­ge­ben und mit der Win­ter­not­hilfe sowie der Not­schlaf­stelle für Men­schen ohne sozi­al­recht­li­chen Leis­tungs­be­zug aus den EU-Staa­ten zusam­men­zu­fas­sen. Damit wer­den alle Per­so­nen­grup­pen sozi­al­ar­bei­te­risch erreicht und das Raum- sowie Sani­tär­an­ge­bot für die ehe­ma­li­gen Nut­ze­rin­nen und Nut­zer des “Not­dachs” an der Alde­kerk­straße deut­lich ver­bes­sert. Die inte­grierte Not­schlaf­stelle auf der Graf-Adolf-Straße ist ganz­jäh­rig, täg­lich von 17.30 bis 8.30 Uhr, geöff­net. Im Zusam­men­hang mit der Not­schlaf­stelle für Men­schen ohne sozi­al­recht­li­chen Leis­tungs­be­zug aus den EU-Staa­ten wurde jüngst auch die Bera­tung und die Öff­nungs­zei­ten im nahe gele­ge­nen Cafe Pur auf der Harkort­straße erweitert.

Mit der Eröff­nung der Not­schlaf­stelle auf der Graf-Adolf-Straße 73 geht die Schlie­ßung der vor­rüber­ge­hend genutz­ten Über­nach­tungs­mög­lich­keit auf dem Vogel­s­an­ger Weg 49 ein­her. Das Not­dach auf der Alde­kerk­straße schließt dann am 18. Dezem­ber. Die bei­den Stand­orte wur­den in den ver­gan­ge­nen Tagen von ins­ge­samt rund 70 Frauen und Män­nern frequentiert.

Die franz­freunde, die bis­her die Win­ter­not­hilfe und die Not­schlaf­stelle für Men­schen ohne sozi­al­recht­li­chen Leis­tungs­be­zug aus den EU-Staa­ten auf der Prinz-Georg Straße im Auf­trag der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf betrie­ben haben, wer­den ihren Auf­trag in der neuen, inte­grier­ten Not­schlaf­stelle an der Graf-Adolf-Straße wei­ter­füh­ren. Die hohe Zahl der Über­nach­ten­den in den bis­he­ri­gen bei­den Ange­bo­ten ist das Ergeb­nis der erfolg­rei­chen Bemü­hun­gen der Street­wor­ker, der Win­ter­not­hilfe und der Fach­be­ra­tungs­stel­len, die Gruppe der EU-Bür­ge­rin­nen und ‑Bür­ger ohne sozi­al­recht­li­chen Leis­tungs­be­zug zu erreichen.

Bis­her wurde das Gebäu­des auf der Graf-Adolf-Straße als Flücht­lings­un­ter­kunft genutzt. Auf­grund des Rück­gangs der Zahl der unter­zu­brin­gen­den Flücht­linge konnte diese Nut­zung auf­ge­ge­ben wer­den. Etwa 80 geflüch­tete Frauen, Män­ner und Kin­der wur­den kurz­fris­tig in andere Unter­künfte verlegt.

Trotz der vie­len neuen Not­schlaf­stel­len gib es am NRW Forum und am Ratin­ger-Tor wie­der Zelt­la­ger. Die Stadt wollte an die­sen stel­len Zelt­la­ger nicht mehr dul­den. Zur­zeit wird aber sei­tens der Stadt dort nicht eingeschritten.

 

Zelt­la­ger am NRW Forum Foto: LOKALBÜRO