Die Jonges sind wieder da. Nach der mit den Feiertagen am Jahresende üblichen Pause haben die Düsseldorfer Jonges den Start in den Reigen ihrer wöchentlichen Heimatabende geschafft. Dabei stand im Mittelpunkt die Aufnahme von 77 neuen Mitgliedern. Mit einem Durchschnittsalter von 49,42 Jahren werden sie sicherlich einen guten Teil des Schwungs für 2020 mitgeben.

Der Auftakt des Abends am ersten Dienstag im Quartal galt traditionell dem Presserückblick auf die vergangenen drei Monate. Mit Thorsten Breitkopf, Ressortleiter Wirtschaft des Kölner Stadtanzeigers, unternahm diese Rückschau ein Journalist aus unserer südlichen Nachbarstadt, der aber in Düsseldorf und auch bei den Jonges seine feste Wurzeln hat.

Er nahm seine Zuhörer noch einmal mit zu den Themen, die in der Landeshauptstadt für Aufregung gesorgt hatten: dabei standen die Diskussion rund um die Einrichtung der Umweltspur mit ihren teilweise skurillen Begleitumständen, der heraufziehende Kommunal-Wahlkampf mit der nun wieder geltenden Stichwahl und auch die vom Bundesfinanzminister angestoßene Diskussion, reinen Männervereinen die Gemeinnützigkeit abzusprechen, im Vordergrund.

Unter den neuen Jonges auch ein Schüler des Jahrgangs 2003 sowie der Fernsehkoch Sebastian Lege. Das neue holländische Mitglied Ronald Oomens hatte für alle neuen Mitglieder ein Fläschchen Kräuterlikör („Schrobbeler“) dabei, was auf große Zustimmung stieß. Im Namen der neuen Jonges richtete Prof. Dr. Michael Konkel einige Worte an die Jonges. 1989 aus Düsseldorf weggezogen hat er immer noch eine Sehnsucht in seine Heimatstadt. Heute lebt er in Bonn und bezeichnete es als atemberaubend, was im Düsseldorfer Stadtbild seit seinem Fortzug geschehen ist. Die Stadt hat sich verändert, ohne ihre Identität zu verlieren. Und dabei haben nach seinen Worten die Jonges einen großen Anteil. Den Geist der Jonges, fundiert auf christlich fundierter Solidarität, vermisst er in Bonn am meisten. Diese Solidarität sieht er als immens wichtig dafür an, das Auseinanderdriften der Gesellschaft zu verhindern.

Text: Manfred Blasczyk