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Die erste Zwischenbilanz von Feuerwehr und Ordnungsamt an Altweiber, 20. Februar, dem ersten Tag der Aktion scherbenfreie Altstadt im Düsseldorfer Karneval, fällt in Bezug auf das Glasverbot positiv aus.

Nachdem in der Karnevalshochburg im zehnten Jahr in Folge an den tollen Tagen ein Glasverbot gilt, gab es an Altweiber bis 15 Uhr laut Feuerwehr wie im Vorjahr keine Fälle von Schnittverletzungen. Zum Vergleich: Im Jahr 2009, vor dem Glasverbot, wurden noch 166 Schnittverletzungen registriert. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich die positive Wirkung der Aktion scherbenfreie Altstadt an den kommenden Karnevalstagen fortsetzen wird.

Die meisten Besucher des Straßenkarnevals an Altweiber waren bestens informiert und führten keine Glasflaschen, Gläser oder Ähnliches mit. Daher waren die zur Entsorgung der Glasbehältnisse aufgestellten Container meist noch nicht mal bis zur Hälfte gefüllt. Die Wenigen, die dennoch Glasflaschen mitführten, konnten deren Inhalt in biologisch abbaubare Plastikbecher umfüllen, die wie immer an jeder Sperrstelle zur Verfügung standen. Das Glasverbot gilt noch bis Karnevalsfreitag, 21. Februar, 5 Uhr, und von Karnevalssonntag, 23. Februar, 12 Uhr, bis Veilchendienstag, 25. Februar, 5 Uhr.

Die Feuerwehr zog am Nachmittag von Altweiber folgende Bilanz: Die Einsatzkräfte im Rettungsdienst mussten bis 15 Uhr vier Jugendliche unter 18 Jahren (2019: 8) wegen übermäßigen Konsums von Alkohol behandeln. Insgesamt wurden 64 (2019: 55) Menschen in den Unfallhilfestellen versorgt – 24 (2019: 31) mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Von den Behandlungen in den Unfallhilfsstellen waren 45 (2019: 46) Bagatellverletzungen und 18 (2019: 9) mittelschwere Fälle.

Im gesamten Stadtgebiet wurden im Zeitraum von 7 bis 15 Uhr 204 (2019: 212) Einsätze durch die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf disponiert, davon waren 191 (2019: 202) Rettungsdiensteinsätze und Krankentransporte zu bewältigen. 13 (2019: 10) Mal rückten Feuerwehreinheiten zu Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen aus.

Der Ordnungs- und Servicedienst des Ordnungsamtes war wie im Vorjahr mit 260 Kräften im Einsatz. Hierunter waren neben Einsatzkräften des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) und der Verkehrsüberwachung auch Verwaltungshelfer aus den anderen Abteilungen des Ordnungsamtes und Mitabeiter eines Security-Unternehmens.

Bis 15 Uhr wurden 48 (2019: 26) Mal Jugendschutzkontrollen durchgeführt, bei denen 38 Jugendlichen den unerlaubt mitgeführten Alkohol freiwillig vernichteten. Zwei Minderjährige (2019: 11) wurden beim Rauchen erwischt. Fünf (2019: 17) Wildpinkler wurden trotz des vergrößerten Angebots an öffentlichen Toiletten erwischt und werden in Kürze Post vom Ordnungsamt bekommen, verbunden mit der Aufforderung, das für diese Ordnungwidrigkeit fällige Bußgeld in Höhe von 70 Euro zuzüglich 28,50 Euro Gebühren zu entrichten.
Drei Gastronomen (2019; 2) hatten trotz Verbot ihre Terrassen aufgebaut und mussten ihr Mobiliar wieder einräumen.