Andreas Kir­che Foto: LOKALBÜRO

 

Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet: Reli­giö­ses Leben wie­der ermög­li­chen, heu­ti­ges Gespräch ein ers­ter wich­ti­ger Schritt

Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet hat sich am Don­ners­tag, 16. April 2020, mit Ver­tre­tern der Kir­chen und Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten in Nord­rhein-West­fa­len zu einem Gespräch getrof­fen und über die Frage der Ermög­li­chung von Got­tes­diens­ten im Zuge der Locke­rung der Maß­nah­men zur Bekämp­fung des Coro­na­vi­rus bera­ten. Gemein­sam wol­len Lan­des­re­gie­rung und Glau­bens­ge­mein­schaff­ten in Nord­rhein-West­fa­len einen Weg auf­zei­gen, unter wel­chen Bedin­gun­gen öffent­li­che Got­tes­dienste in Zukunft wie­der mög­lich sein kön­nen. Die­ser Weg könnte Vor­bild für ganz Deutsch­land werden.

An dem Gespräch in der Staats­kanz­lei in Düs­sel­dorf nah­men der Erz­bi­schof von Köln, Rai­ner Maria Kar­di­nal Woelki, die Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che von West­fa­len, Dr. h.c. Annette Kur­schus, sowie Ver­tre­ter der jüdi­schen und mus­li­mi­schen Gemein­den teil. Für die Lan­des­re­gie­rung waren neben Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet zudem der stell­ver­tre­tende Minis­ter­prä­si­dent und Fami­li­en­mi­nis­ter Dr. Joa­chim Stamp und der Chef der Staats­kanz­lei, Staats­se­kre­tär Limin­ski, bei den Bera­tun­gen anwesend.

In einer gemein­sa­men Erklä­rung ver­ein­ba­ren die Lan­des­re­gie­rung und die Glau­bens­ge­mein­schaf­ten ein gemein­sa­mes Vorgehen:

“Die Frei­heit der Reli­gi­ons­aus­übung ist eines der höchs­ten Güter unse­rer demo­kra­ti­schen Ver­fas­sung. Geleb­ter Glaube spen­det den Men­schen gerade in Zei­ten der Krise Kraft, Hoff­nung und Zuver­sicht. Des­halb gehört es zu den schlimms­ten Fol­gen der Corona-Epi­de­mie, dass das gemein­same Fei­ern von Got­tes­diens­ten und reli­giö­sen Fes­ten ein­ge­stellt wer­den musste.

In Nord­rhein-West­fa­len haben Poli­tik und Reli­gion in die­ser Frage von Anfang an einen gemein­sa­men Weg ver­folgt. In unse­rem Land wur­den Zusam­men­künfte in Kir­chen, Moscheen, Syn­ago­gen und ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten nicht durch staat­li­che Stel­len unter­sagt. Sie wur­den durch frei­wil­lige Selbst­ver­pflich­tun­gen vor­über­ge­hend ausgesetzt.

Doch die Bereit­schaft zum Ver­zicht braucht auch eine Aus­sicht auf Nor­ma­li­sie­rung. Wenn nun das soziale und öffent­li­che Leben wie­der mehr geöff­net wird, muss das auch für das gemein­same reli­giöse Leben gel­ten. Des­halb sind wir uns darin einig, in den nächs­ten Tagen gemein­sam nach Wegen zu suchen, wie das reli­giöse Leben in den Gemein­den Nord­rhein-West­fa­lens so schnell wie mög­lich wie­der mehr äußere Gestalt anneh­men kann, ohne die bis­he­ri­gen Erfolge im Kampf gegen die Aus­brei­tung des Corona-Virus zu riskieren.

Das heu­tige Gespräch, das in kon­struk­ti­ver und freund­schaft­li­cher Atmo­sphäre statt­ge­fun­den hat, war dazu ein ers­ter wich­ti­ger Schritt.”

  • Rai­ner Maria Kar­di­nal Woelki Erz­bi­schof von Köln
  • Annette Kur­schus Prä­ses der Evan­ge­li­schen Kir­che von Westfalen
  • Bur­han Kesici Spre­cher des Koor­di­na­ti­ons­rats der Muslime
  • Dr. Abra­ham Leh­rer Vor­stand der Syn­ago­gen-Gemeinde Köln
  • Armin Laschet Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nordrhein-Westfalen
  • Dr. Joa­chim Stamp stell­ver­tre­ten­der Minis­ter­prä­si­dent des Lan­des Nordrhein-Westfalen