aucher­schacht um 1890. Holz­stich aus der Aus­stel­lung “Aus dem Depot: Arbeits­schiffe auf dem Rhein”,©SchifffahrtMuseum Düsseldorf

 

Öffent­li­che Füh­rung im SchifffahrtMuseum

Das Schiff­fahrt­Mu­seum, Burg­platz 30, lädt am Sonn­tag, 2. Okto­ber, in einer öffent­li­chen Füh­rung um 15 Uhr zum neuen Schau­fens­ter “Aus dem Depot: Arbeits­schiffe auf dem Rhein” ein. Teil­neh­mende ler­nen dabei die viel­fäl­ti­gen Tech­no­lo­gien ken­nen, die seit Mitte des 19. Jahr­hun­derts ein­ge­setzt wur­den, um den Rhein zu bezwin­gen. Das neue Schau­fens­ter wird vom 1. Okto­ber bis zum 30. Novem­ber 2022 im Schiff­fahrt­Mu­seum zu sehen sein.

Die Anwoh­ner des Rheins bemüh­ten sich seit Jahr­hun­der­ten darum, durch Deich­bau­ten die regel­mä­ßi­gen Über­schwem­mun­gen abzu­weh­ren. Bei nied­ri­gen Was­ser­stän­den wie­derum wurde an beson­ders gefähr­de­ten Stel­len ver­sucht, die erfor­der­li­che Min­dest­was­ser­tiefe für die Schiff­fahrt zu erhal­ten. Doch erst mit den tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten des 19. Jahr­hun­derts konn­ten umfas­sende und wirk­same Was­ser­bau­ar­bei­ten durch­ge­führt werden.

Die Grün­dung der preu­ßi­schen Rhein­pro­vinz im Jahr 1822 schuf die poli­ti­schen Grund­be­din­gun­gen für einen effek­ti­ven Strom­bau am Nie­der- und Mit­tel­rhein. Der Fluss­lauf wurde begra­digt, Rhein­in­seln besei­tigt und Fel­sen am Mit­tel­rhein gesprengt. Diese Maß­nah­men waren beson­ders für die neue Dampf­schiff­fahrt wich­tig, für die eine kon­stante Was­ser­tiefe in der Fahr­rinne not­wen­dig war. Hier­für wurde im Jahr 1851 die preu­ßi­sche Rheinst­rom­bau­ver­wal­tung gegründet.

Für das Bau­vor­ha­ben wurde eine ganze Flotte ver­schie­de­ner Arbeits­schiffe ange­schafft: Schiffe, wel­che die Fahr­rinne aus­bag­gern, Fel­sen spren­gen und bis zum Grund des Rheins vor­drin­gen konn­ten. Das Schau­fens­ter stellt diese damals neuen Schiffe und ihre aus­ge­klü­gel­ten Tech­ni­ken vor.

Der Ein­tritt ist sonn­tags frei. Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten des Schiff­fahrt­Mu­se­ums, diens­tags bis sonn­tags von 11 bis 18 Uhr, unter der Tele­fon­num­mer 0211–8994195 oder via E‑Mail an: schifffahrtmuseum@duesseldorf.de