Breiti macht Wer­bung für fif­tyfifty und das Digi­tal Abo Foto: JKP

 

Der Ver­kauf von fif­tyfifty ist in Zei­ten, in denen Men­schen Zei­tun­gen und Maga­zine fast aus­schließ­lich nur noch digi­tal lesen, sehr schwer gewor­den. Obdach­lose ver­die­nen daher viel weni­ger. Hinzu kommt die all­ge­meine Infla­tion. Alles wird immer teu­rer. Nicht zuletzt auch Lebensmittel.

Die Toten Hosen haben nun zusam­men mit fif­tyfifty einen Auf­kle­ber kre­iert, mit dem sich die Band wie­der ein­mal klar zu dem Pro­jekt fif­tyfifty bekennt, so, wie sie das seit vie­len Jah­ren immer wie­der getan hat. Die­sen Auf­kle­ber (Durch­mes­ser 10 cm) kön­nen Obdach­lose ab heute zusätz­lich zu ihrer Zei­tung für 3 Euro auf der Straße ver­kau­fen, sozu­sa­gen als klei­nen Infla­ti­ons­aus­gleich. Es gibt ins­ge­samt 10.000 Auf­kle­ber — bei 500 Verkäufer*innen also durch­schnitt­lich 20 pro Per­son. Die fiftyfifty-Verkäufer*innen bekom­men die Auf­kle­ber GRATIS und dür­fen somit die kom­plet­ten Erlöse behal­ten, anders als beim fif­tyfifty-Maga­zin, bei der sie vom Ver­kaufs­preis von 2,80 Euro die Hälfte bekommen.

Posi­ti­ver Neben­ef­fekt: Die­je­ni­gen fiftyfifty-Verkäufer*innen, die schon einige Zeit nicht mehr auf der Straße tätig sind, weil das Geschäft so schlecht läuft, bekom­men mit dem Toten-Hosen-Auf­kle­ber einen Moti­va­ti­ons­schub, wie­der aktiv zu wer­den, da sie nun mit dem Auf­kle­ber ein Pro­dukt in Hän­den hal­ten, für das die Nach­frage groß sein wird. Die fiftyfifty-Verkäufer*innen hof­fen nun, dass alle, die einen Auf­kle­ber neh­men, auch zusätz­lich eine Zei­tung kau­fen — und umgekehrt.