Frederike Möller die Solistin am Klavier

Fre­de­rike Möl­ler die Solis­tin am Kla­vier Foto: IDO

 

Licht in das Novem­ber-Dun­kel schi­cken,  die Orgel gleich­zei­tig zum Klin­gen brin­gen und die 7. Sym­pho­nie von Anton Bruck­ner geschickt mit dem kon­ge­nia­len Sze­na­rio von Orgel, Ensem­ble, Akkor­deon und Kla­vier zu ver­we­ben, das ist der Wunsch des letz­ten Kon­zerts im Rah­men des 17. Inter­na­tio­na­len Düs­sel­dor­fer Orgel­fes­ti­vals, kurz: IDO, das nahezu 50 Ver­an­stal­tun­gen damit meis­ter­haft beschlie­ßen wird.

Und das aus gleich meh­re­ren Grün­den, die dem Anspruch des IDO gerecht wer­den. Das Kon­zert ist inter­na­tio­nal besetzt, denn die ser­bi­sche Kom­po­nis­tin Snežana Nešić hat „Licht­or­gel“ für Orgel­solo und Ensem­ble geschrie­ben, wel­ches am 17. Novem­ber zur Urauf­füh­rung gebracht wird.

Die viel­fach aus­ge­zeich­nete Künst­le­rin lehrt in Han­no­ver und Mon­tréal. Das Kon­zert fin­det in der Anto­nius Kir­che in Ober­kas­sel statt, einem außer­ge­wöhn­li­chen Klang­raum mit beson­ders schö­ner Orgel. Mar­kus Hinz ist der Solist an der Orgel, Fre­de­rike Möl­ler die Solis­tin am Klavier.

Was steht auf dem Programm?

Das Motto des Kon­zerts heißt Licht­or­gel. In der stim­mungs­voll aus­ge­leuch­te­ten Kir­che in Ober­kas­sel wer­den beson­ders die Stim­mun­gen der Musik in den Mit­tel­punkt gerückt, denn in Bruckner’s 7. Sym­pho­nie ist die Orgel Orches­ter­in­stru­ment. Somit ist der 2. Satz sei­ner E‑Dur-Sym­pho­nie ein Mei­len­stein in der Musik­ge­schichte. Doch es gibt noch mehr an die­sem Abend zu hören: „ A little suite for Christ­mas“ für Kla­vier von George Crumb, wel­che Kon­zert­pia­nis­tin und IDO-Fes­ti­val­lei­te­rin Fre­de­rike Möl­ler wie stets ein­fühl­sam und span­nungs­ge­la­den inter­pre­tie­ren wird. Dass hierin die Ein­drü­cke der ita­lie­ni­schen Giotto-Fres­ken aus Padua ver­ar­bei­tet wer­den, passt wun­der­bar zum drit­ten Satz des Werks der ser­bi­schen Künst­le­rin Werk, dem „Equi­li­br­ion“, das auch durch die Archi­tek­tur und Geschichte des Klos­ters St. Bene­detto in Apu­lien inspi­riert ist.

So trifft Licht auf Kunst und Geschichte und fas­zi­nie­rende Klänge. Ein schö­ne­res Finale für das dies­jäh­rige Ido kann es nicht geben.

Licht­or­gel mit Nešić & Bruck­ner, Sams­tag, 19. Novem­ber um 19.30 Uhr in St. Anto­nius, Ober­kas­sel, Barbarossaplatz.

Modern/Classic, Vor­ver­kauf: 7 Euro, Abend­kasse: 13 Euro, ermä­ßigt 7 Euro. Alle Infos: www.ido-festival.de