Archiv­bild einer Kon­trolle der AG Tuning Foto: LOKALBÜRO

 

Minis­ter Reul: Der Stra­ßen­ver­kehr ist weder Renn­stre­cke noch Spielwiese

Die Tuner-Szene hat sich den Kar­frei­tag in den letz­ten Jah­ren als „Car-Frei­tag“ zu eigen gemacht. Die Poli­zei Nord­rhein-West­fa­len kon­trol­liert am „Sai­son­start“ der Raser, Tuner und Poser ver­stärkt auf den Stra­ßen. Damit betei­ligt sie sich am Frei­tag, den 29. März 2024, an der bun­des­wei­ten Ver­kehrs­si­cher­heits­ak­tion „Rot für Raser“.

Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul: „Die Zahl ille­ga­ler Auto­rennen steigt von Jahr zu Jahr. Der Stra­ßen­ver­kehr ist weder Renn­stre­cke noch Spiel­wiese, auf der man dem nächs­ten Adre­na­lin­kick hin­ter­her­jagt. Ich hoffe, dass jeder Ver­kehrs­teil­neh­mer den stil­len Frei­tag als sol­chen ver­steht. Die Poli­zei wird mit kon­se­quen­ten Ver­kehrs­kon­trol­len ihren Teil dazu beitragen.“

Seit 2018 ist die Poli­zei am Kar­frei­tag auf den Stra­ßen beson­ders prä­sent. Die Aktion zielt auch dar­auf ab, das Pro­blem­be­wusst­sein für ille­gale Auto­rennen zu schär­fen. Neben mobi­len Ver­kehrs­kon­trol­len führt die Poli­zei auch Geschwin­dig­keits­mes­sun­gen durch und kon­trol­liert Fahr­zeuge hin­sicht­lich tech­ni­scher Veränderungen.

Am Kar­frei­tag 2023 wur­den bei Ver­kehrs­kon­trol­len in Nord­rhein-West­fa­len über 4.200 Ver­warn­gel­der erho­ben und über 2.100 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­an­zei­gen gefer­tigt. 42 Fahr­zeuge wur­den sichergestellt.

„Gegen Posen spricht nichts, solange der Stra­ßen­ver­kehr nicht beein­träch­tigt wird. Auch gegen Tuning spricht nichts, solange die Vor­schrif­ten der­Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung unein­ge­schränkt beach­tet wer­den,“ ruft Her­bert Reul ins Bewusstsein.

Die Bekämp­fung ver­bo­te­ner Kfz-Ren­nen ist und bleibt ein Schwer­punkt der Poli­zei Nord­rhein-West­fa­len. Die Ver­kehrs­un­fall­bi­lanz für das Jahr 2023 zählt drei Getö­tete, die im Zusam­men­hang mit ver­bo­te­nen Kfz-Ren­nen ums Leben gekom­men sind. Die Zahl der ver­bo­te­nen Kfz-Ren­nen ist zum Vor­jahr um fast 100 gestie­gen. Die Poli­zei regis­trierte 526 Unfälle nach Kfz-Rennen.