Anläss­lich der Ver­an­stal­tung gestal­tete Bea­trix von Vel­sen, Mit­glied der Rhei­ni­schen Humor­ver­wal­tung, Gra­fi­ken, die auch am Cas­ting-Abend zu sehen sind,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister

 

Anläss­lich des 180. Ehe­ju­bi­lä­ums der Schu­manns initi­iert das Heine-Insti­tut am 12. Sep­tem­ber gemein­sam mit der EMBA und der Robert-Schu­mann-Gesell­schaft ein Casting

Am 12. Sep­tem­ber 2020 wird gefei­ert und zwar das 180. Ehe­ju­bi­läum von Clara und Robert Schu­mann, dem berühm­tes­ten Musik­erehe­paar des 19. Jahr­hun­derts. Das Hein­rich-Heine-Insti­tut, die Euro­päi­sche Medien- und Busi­ness-Aka­de­mie (EMBA) und die Robert-Schu­mann-Gesell­schaft wid­men sich die­sem Ereig­nis mit einem ganz neuen Ver­an­stal­tungs­for­mat: einem Cas­ting. Gesucht wer­den Clara und Robert.

Dr. Sabine Bren­ner-Wilc­zek, Direk­to­rin des Hein­rich-Heine-Insti­tuts, Maren Win­ter­feld, Wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin am Hein­rich-Heine-Insti­tut, Dr. Irm­gard Knecht­ges-Obrecht, stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende der Robert-Schu­mann-Gesell­schaft, Prof. Chris­tine Pütz, Aka­de­mie­di­rek­to­rin der EMBA, sowie Tho­mas Krü­ger, Lei­ter des Mar­ke­ting-Semi­nars an der EMBA, stell­ten das For­mat sowie die Koope­ra­tion im Rah­men eines Pres­se­ter­mins am Mon­tag, 24. August, vor.

Wer ist das beste Schumannpaar?
Beim Cas­ting am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, im Hein­rich-Heine-Insti­tut suchen Publi­kum und eine Fach­jury aus vier Schau­spie­ler­paa­ren das beste Schu­mann­paar aus. Grund­lage des Cas­tings sind die Ehe­ta­ge­bü­cher der Schu­manns, aus denen die jun­gen Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler mal hei­tere, mal nach­denk­li­che und düs­tere Pas­sa­gen lesen wer­den. Das Gewin­ner­paar soll bei zukünf­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen des Heine-Insti­tuts als Clara und Robert Schu­mann auftreten.

Cas­ting wird live gestreamt
Wel­ches Paar über­zeu­gen kann, dar­über stim­men an die­sem Abend nicht nur die Jury­mit­glie­der Dr. Sabine Bren­ner-Wilc­zek, Jan von Hol­tum, stell­ver­tre­ten­der Direk­tor Hein­rich-Heine-Insti­tut, Dr. Irm­gard Knecht­ges-Obrecht und Prof. Chris­tine Pütz ab, son­dern auch das anwe­sende Publi­kum und Zuschaue­rin­nen und Zuschauer, die per Live­stream zuge­schal­tet wer­den. Die Ver­an­stal­tung kann näm­lich nicht nur über den Face­book-Kanal des Hein­rich-Heine-Insti­tuts (de-de.facebook.com/heineinstitut) live ver­folgt wer­den, das Publi­kum vor den Bild­schir­men kann eben­falls für seine Favo­ri­ten voten.

Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer des Cas­tings sind Paula Luy und Josa Butsch­kau, Elena Hol­len­der und Falk Phil­ippe Pognan,

Julia Gold­berg und Joscha Bal­tha sowie Caro­line Adam Bay und Edu­ard Lind. Die Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler wur­den von der Schau­spiel­schule Thea­ter der Kel­ler Köln und dem Düs­sel­dor­fer Schau­spiel­haus ausgewählt.

Zuschau­er­kar­ten für das Cas­ting erhältlich
Wer das Cas­ting am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, 19 Uhr vor Ort im Hein­rich-Heine-Insti­tut, Bil­ker Straße 12–14, erle­ben will, kann ab sofort eine Karte für den Abend im Vor­ver­kauf ergat­tern. Tickets sind an der Kasse des Heine-Insti­tuts zu den Öff­nungs­zei­ten erhält­lich, zudem ist eine ver­bind­li­che Reser­vie­rung tele­fo­nisch unter 0211–8995571 mög­lich. Der Ein­tritt kos­tet acht Euro, ermä­ßigt sechs Euro. Aus Grün­den des Infek­ti­ons­schut­zes ist die Zuschau­er­zahl begrenzt. Es muss eine Mund-Nasen-Bede­ckung getra­gen wer­den, diese kann am Platz abge­nom­men wer­den. Es gel­ten die Hygiene- und Abstands­re­geln nach der aktu­el­len Coronaschutzverordnung.

Koope­ra­tion mit den Stu­die­ren­den der EMBA
Stu­die­rende der EMBA haben das Kon­zept rund um das Schu­mann-Cas­ting erstellt. Die EMBA und das Hein­rich-Heine-Insti­tut ver­bin­det eine mehr­jäh­rige Zusam­men­ar­beit. Das Cas­ting rich­tet sich auch an ein jün­ge­res Publi­kum. Im Rah­men der Bil­dungs­of­fen­sive für junge Erwach­sene haben somit Stu­die­rende an einem Ver­an­stal­tungs­kon­zept für ihre Alters­gruppe mitgearbeitet.

Das Ehe­paar Clara und Robert Schu­mann
Clara und Robert Schu­mann hei­ra­te­ten am 12. Sep­tem­ber 1840 in Schö­ne­feld bei Leip­zig – gegen den aus­drück­li­chen Wil­len von Cla­ras Vater Fried­rich Wieck. Die­ser hatte seine Toch­ter, ein musi­ka­li­sches Wun­der­kind, zur erfolg­rei­chen Kon­zert­pia­nis­tin aus­ge­bil­det und wollte sie unter kei­nen Umstän­den an einen Mann ver­lie­ren, der aus ihr eine brave Ehe- und damit reine Haus­frau machen könnte. Diese Sorge war jedoch zumin­dest in Tei­len unbe­grün­det: Trotz ihrer zahl­rei­chen Schwan­ger­schaf­ten und der Sorge um sie­ben Kin­der blieb Clara immer eine erfolg­rei­che Pianistin.

Die Ehe­ta­ge­bü­cher der Schu­manns, aus denen die Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler lesen wer­den, sind das ein­zig­ar­ti­gen Zeug­nis einer bewe­gen­den Künst­ler­be­zie­hung. Zahl­rei­che span­nende Zitate illus­trie­ren das Leben von Clara und Robert. Einen Tag nach der Ehe­schlie­ßung schrieb Robert an seine Frau: “Allen Freu­den und Lei­den des ehe­li­chen Lebens soll hier eine treue Geschichte geschrie­ben wer­den, die uns noch im spä­ten Alter erfreuen wird. Bist Du mit all die­sem ein­ver­stan­den, mein Her­zens­weib, so schreibe Dei­nen Namen unter mei­nen, und laß uns als Talis­mane noch die drei Worte aus­spre­chen, wor­auf alles Glück des Lebens beruht: Fleiß, Spar­sam­keit und Treue.”