Der Euro­päi­schen Laub­frosch (Hyla arborea),©Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

 

Das Aqua­zoo Löb­be­cke Museum hat eine Koope­ra­tion mit Wet­te­rOn­line gestar­tet: Ziel der Part­ner­schaft ist es, den Schutz gefähr­de­ter Amphi­bien und ihrer Lebens­räume wei­ter vor­an­zu­trei­ben sowie über die Bedeu­tung von Arten- und Natur­schutz auf­zu­klä­ren. Die Details der Zusam­men­ar­beit wur­den am Don­ners­tag, 9. Sep­tem­ber, im Rah­men eines Pres­se­ge­sprächs im Aqua­zoo vorgestellt.

Zusam­men­hänge zwi­schen Wet­ter, Klima, Tier­welt und Artenschutz
Die Gruppe der Lur­che, also der Frö­sche, Krö­ten, Sala­man­der und Mol­che befin­det sich in einer aku­ten glo­ba­len Krise, der bereits etli­che Arten zum Opfer gefal­len sind. Die Gründe für das Ver­schwin­den gan­zer Popu­la­tio­nen sind viel­fäl­tig. Lebens­raum­zer­stö­rung, Krank­hei­ten sowie die Kli­ma­er­wär­mung ste­hen weit oben auf der Liste der Bedro­hun­gen für Frosch und Co. Diese Fak­to­ren fin­den sich auch in Mit­tel­eu­ropa, und auch die hei­mi­schen Lur­che haben dem wenig bis nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. Wäh­rend Popu­la­tio­nen wie die des Euro­päi­schen Laub­froschs (Hyla arbo­rea) bereits vor meh­re­ren Jahr­zehn­ten vie­ler­orts ver­drängt wur­den, lei­den die letz­ten Insel­po­pu­la­tio­nen des soge­nann­ten Wet­ter­froschs nun zusätz­lich unter extrem hei­ßen und tro­cke­nen Som­mern. Der­ar­tige Kli­ma­phä­no­mene bedro­hen auf lange Sicht auch sol­che Arten, die noch häu­fig in Deutsch­land ver­tre­ten sind wie bei­spiels­weise die Erd­kröte (Bufo bufo). Hand­lungs­be­darf besteht also schon direkt vor der eige­nen Haus­tür, und die Auf­klä­rung dar­über ist einer der wich­tigs­ten Schritte, um die für das Öko­sys­tem so wich­ti­gen Lur­che zu erhalten.

Arten­schutz ist eines der Haupt­the­men und Haupt­an­lie­gen des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum: Gefähr­dete Amphi­bi­en­ar­ten wer­den so unter ande­rem seit 2008 in der Amphi­bi­en­schutz­sta­tion im Aqua­zoo gepflegt und gezüch­tet. Die damit ein­her­ge­hende regel­mä­ßige Auf­klä­rungs­ar­beit des Auqa­zoo wird im Rah­men der Koope­ra­tion mit Wet­te­rOn­line nun zukünf­tig in die redak­tio­nelle Arbeit des Bon­ner Wet­ter­diens­tes aufgenommen.

Dr. Jochen Rei­ter, Direk­tor des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum: “Unsere Zucht- und Schutz­sta­tion lie­fert uns wert­volle Erkennt­nisse über die Bio­lo­gie der Tiere und hat uns in den letz­ten Jah­ren wich­tige Erst­zuch­ten ermög­licht. Im Jahr 2008, im ‘Jahr des Fro­sches’, haben wir den Grund­stein für ein ganz beson­ders wich­ti­ges Pro­jekt gelegt: die Amphi­bi­en­schutz­sta­tion. Dazu gehört auch der Schutz des Euro­päi­schen Laubfrosches.”

Durch die Koope­ra­tion möch­ten das Aqua­zoo Löb­be­cke Museum und Wet­te­rOn­line gemein­sam mit dem gesam­mel­ten Wis­sen von Exper­tin­nen und Spe­zia­lis­ten bei­der Berei­che die Zusam­men­hänge zwi­schen Wet­ter, Klima, Tier­welt und Arten­schutz erklä­ren und einer brei­ten Öffent­lich­keit zugäng­lich machen. So haben die Exper­tin­nen und Exper­ten des Aqua­zoo zum Bei­spiel Tipps gege­ben, wie Gar­ten­be­sit­zer den unter der Hitze und Tro­cken­heit lei­den­den Lur­chen effek­tiv hel­fen kön­nen. Die ver­schie­de­nen Anre­gun­gen, den eige­nen Gar­ten amphi­bi­en­freund­lich zu gestal­ten, wur­den über die Platt­form von Wet­te­rOn­line ver­öf­fent­licht. Ein wei­te­res Bei­spiel war der gemein­same Auf­ruf, bei dem auf die “Krö­ten­wan­de­run­gen” auf­merk­sam gemacht wurde, bei denen jedes Früh­jahr etli­che Lur­che den Ver­kehrs­tod erleiden.

“Die Zusam­men­ar­beit mit dem Aqua­zoo Löb­be­cke Museum ist uns eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Hier bie­tet sich uns die Mög­lich­keit, unsere große Reich­weite sinn­voll ein­zu­set­zen. Mit gemein­sa­men Ser­vice-Bei­trä­gen und Pres­se­tex­ten konn­ten wir bereits einen wich­ti­gen Bei­trag zur Kom­mu­ni­ka­tion und Auf­klä­rung leis­ten, um den Schutz der Arten und der Natur zu för­dern”, erläutert
Björn Gold­hau­sen, Pres­se­spre­cher und Meteo­ro­loge von WetterOnline.

Paten­schaft für die Euro­päi­schen Laubfrösche
Wet­te­rOn­line über­nimmt zudem die Paten­schaft für die Euro­päi­schen Laub­frö­sche im Aqua­zoo. In die­sem Zusam­men­hang wurde am Don­ners­tag, 9. Sep­tem­ber, eine Tafel am Ter­ra­rium der Laub­frö­sche im Aqua­zoo ent­hüllt, mit der die Paten­schaft von Wet­te­rOn­line besie­gelt wurde. Der Euro­päi­sche Laub­frosch gilt, wie fast alle hei­mi­schen Amphi­bien, als bedrohte Tier­art. Neben der Schutz­sta­tion sind sie für Besu­che­rin­nen und Besu­cher auch in einem Ter­ra­rium in der Aus­stel­lung des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum zu entdecken.

Björn Gold­hau­sen: “Wir haben eine große Schnitt­menge an gemein­sa­men The­men – Wet­ter, bio­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht, Arten­schutz und einige mehr. The­men, die eng bei­ein­an­der lie­gen und sich gegen­sei­tig beein­flus­sen. Zwar bezieht sich unsere Paten­schaft auf den Euro­päi­schen Laub­frosch – doch steht er stell­ver­tre­tend für zahl­rei­che wei­tere bedrohte Arten, über die gespro­chen wer­den muss.”

San­dra Honigs, stell­ver­tre­tende Direk­to­rin und Amphi­bien­ex­per­tin des Aqua­zoo Löb­be­cke Museum: “Der Euro­päi­sche Laub­frosch ist ein hei­mi­scher Frosch, des­sen Bild wir alle ken­nen und mit dem viele von uns auf­ge­wach­sen sind. Er gilt als gefähr­det und ist des­halb mitt­ler­weile streng geschützt. Daran wird mehr als deut­lich: Das Arten­ster­ben – und somit auch der Arten­schutz – beginnt vor unse­rer Haus­tür. Damit die­ses Pro­blem brei­ter wahr­ge­nom­men wird, arbei­ten wir mit Wet­te­rOn­line zusammen.”