Das Dach des KAP1 wird künf­tig von vier gol­de­nen Rah­men gekrönt: Bei den 50 Qua­drat­me­ter gro­ßen Objek­ten han­delt es sich um das Kunst­werk “Blick­fang” von Bar­bara Wille,©Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert

 

Das Kunst-am-Bau-Pro­jekt wurde in der ver­gan­ge­nen Woche mit Hilfe eines gro­ßen Krans auf dem Dach des Gebäu­des installiert/Am Diens­tag, 2. Novem­ber, wurde es nun offi­zi­ell präsentiert

Das Dach des KAP1 wird künf­tig von vier gol­de­nen Rah­men gekrönt: Bei den 50 Qua­drat­me­ter gro­ßen Objek­ten han­delt es sich um das Kunst­werk “Blick­fang” von Bar­bara Wille. Die Künst­le­rin setzte sich mit ihrem Ent­wurf im Rah­men des Kunst-am-Bau-Wett­be­werbs KAP1 der Kunst­kom­mis­sion Düs­sel­dorf durch. Bei einem Emp­fang am Diens­tag, 2. Novem­ber, wurde das Kunst­werk nun offi­zi­ell von Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe, Dirck Smolka, Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses, Ver­sor­gungs­werk der Zahn­ärz­te­kam­mer Nord­rhein (VZN), Heike van den Valen­tyn, Vor­sit­zende der Kunst­kom­mis­sion, sowie von der Künst­le­rin Bar­bara Wille präsentiert.

Kul­tur­de­zer­nent Hans-Georg Lohe: “Für die­sen beson­de­ren Ort hat die Ber­li­ner Künst­le­rin Bar­bara Wille ein Kunst­werk geschaf­fen, wel­ches alle Facet­ten wort­wört­lich in den Blick nimmt. Blick­fang, so der Titel, ist ein weit­hin sicht­ba­res Zei­chen, das die her­aus­ra­gende Bedeu­tung des Gebäu­des ein­fängt. Das Kunst­werk ist aus einem Wett­be­werb der Kunst­kom­mis­sion her­vor­ge­gan­gen, des­sen Ziel es war, dem inhalt­lich neu ent­ste­hen­den Kul­tur­zen­trum mit­tels eines cha­rak­te­ris­ti­schen Ent­wurfs eine neue Iden­ti­fi­ka­tion zu ver­lei­hen. Dies sehe ich mit der von der Kunst­kom­mis­sion aus­ge­wähl­ten Idee opti­mal gelun­gen. Die Finan­zie­rung erfolgt über­wie­gend durch den Gebäu­de­ei­gen­tü­mer, das Ver­sor­gungs­werk der Zahn­ärzte Nord­rhein, denen ich hier­mit auch einen gro­ßen Dank ausspreche.”

In der ver­gan­ge­nen Woche wurde das Kunst­werk auf­wän­dig mon­tiert. Die ins­ge­samt vier gro­ßen Rah­men wur­den mit Hilfe eines Krans an ihren künf­ti­gen Stand­ort gesetzt und dort mon­tiert. Die Rah­men wur­den jeweils in vier Ein­zel­tei­len ange­lie­fert und am Boden zusam­men­ge­setzt. Anschlie­ßend wur­den sie als Ein­heit per Kran nach oben aufs Dach trans­por­tiert und auf die vor­her mon­tier­ten Auf­nah­me­tra­ver­sen auf­ge­setzt und fixiert. Das Kunst-am-Bau-Pro­jekt wurde somit pünkt­lich fer­tig­ge­stellt, bevor am Sams­tag, 6. Novem­ber, die Eröff­nung der Zen­tral­bi­blio­thek und des FFT im KAP1 stattfindet.

Künst­le­rin Bar­bara Wille: “Ich freue mich, dass das Kunst­werk ‘Blick­fang’ als Kunst am Bau für das Gebäude am Kon­rad Ade­nauer Platz 1 heute den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf über­ge­ben wer­den kann. Vier gold­far­bene Rah­men bekrö­nen weit­hin sicht­bar das KAP1 und zie­hen uns in ihren Bann. Die Größe der Rah­men ver­leiht der Mas­si­vi­tät und Her­me­tik des Gebäu­des eine dyna­mi­sche Leich­tig­keit und nimmt es mit in einen neuen Maß­stab. Die Rah­men set­zen unsere Vor­stel­lun­gen und Per­spek­ti­ven ins Bild und reflek­tie­ren unse­ren Standort.”

Zum Kunst­werk
“Blick­fang” Die Arbeit “Blick­fang” von Bar­bara Wille umfasst vier große, gol­den schim­mernde Stahl­rah­men. Die Objekte wer­den auf ver­schie­de­nen Tür­men des Daches des KAP1 plat­ziert. Sie ragen über die Balus­tra­den der Dächer weit­hin sicht­bar in den Luft­raum hin­aus und sol­len so die Bli­cke der Pas­san­tin­nen und Pas­san­ten fan­gen. Die schlan­ken Rah­men kon­ter­ka­rie­ren die fast burg­ar­tig mas­sive Anmu­tung des Gebäu­de­kom­ple­xes und ver­an­kern es im Him­mel über der Lan­des­haupt­stadt. Die Rah­men sind viel­deu­tig und uni­ver­sell — sie sym­bo­li­sie­ren Bühne, Fens­ter, Bild und Schild.

Zur Künst­le­rin
Bar­bara Wille wurde 1961 im süd­hes­si­schen Jugenheim an der Berg­straße gebo­ren. Sie stu­dierte Bil­dende Kunst an der Uni­ver­si­tät Mainz bei Ans­gar Nier­hoff und hatte spä­tere Arbeits­auf­ent­halte unter ande­rem in New York und Paris. Seit 2014 ist sie Pro­fes­so­rin an der Hoch­schule für Bil­dende Künste in Dres­den. Bar­bara Wille lebt und arbei­tet in Ber­lin und Dresden.

Zum Wett­be­werb
Nico­las Grosch, Lei­ter der Geschäfts­stelle der Kunst­kom­mis­sion: “Mit dem Werk von Bar­bara Wille rea­li­siert die Kunst­kom­mis­sion mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung des VZN ein wei­te­res iden­ti­täts­stif­ten­des Kunst­werk in der Lan­des­haupt­stadt. Bei dem Pro­jekt han­delte es sich um eine tech­nisch anspruchs­volle Arbeit, umso mehr danke ich der Künst­le­rin für die gelun­gene Zusammenarbeit.”

Im März 2020 wurde der Kunst-am-Bau-Wett­be­werb für das KAP 1 mit dem Ziel aus­ge­lobt, durch eine künst­le­ri­sche Arbeit einen signi­fi­kan­ten gestal­te­ri­schen Bei­trag zum Gebäude zu leis­ten. Das monu­men­tale frü­here Post­ge­bäude in der Nähe des Haupt­bahn­hofs beher­bergt auf 25.000 Qua­drat­me­tern Flä­che künf­tig unter ande­rem die Zen­tral­bi­blio­thek und das Forum Freies Thea­ter (FFT). Für die Rea­li­sie­rung des Kunst-am-Bau-Pro­jekts stan­den finan­zi­elle Mit­tel von bis zu 200.000 Euro zur Ver­fü­gung, davon 150.000 Euro vom Ver­sor­gungs­werk der Zahn­ärzte Nord­rhein (VZN) als Eigen­tü­mer des Gebäudes.