Sym­bol­bild Poli­zei Düs­sel­dorf Foto: LOKALBÜRO

 

Ein Rou­ti­ne­ein­satz wegen Haus­frie­dens­bruchs in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus in Flin­gern-Süd nahm am Diens­tag­abend eine scho­ckie­rende Wen­dung, als die ein­ge­setz­ten Beam­ten auf dem Bal­kon einer Woh­nung eine tote Frau ent­deck­ten. Die 36-jäh­rige Frau lag in einer ver­schlos­se­nen Plas­tik­tonne, und erste Ermitt­lun­gen las­sen auf ein Tötungs­de­likt schlie­ßen. Eine Mord­kom­mis­sion der Düs­sel­dor­fer Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men, wäh­rend der Tat­ver­däch­tige auf der Flucht ist.

Das Ein­satz­ge­sche­hen begann, als ein Strei­fen­team zu einem Haus­frie­dens­bruch in der Lang­er­straße geru­fen wurde. Im Ver­lauf der Unter­su­chung stie­ßen die Beam­ten auf Anzei­chen von Dro­gen­kon­sum und durch­such­ten dar­auf­hin die Woh­nung. Auf dem Bal­kon stie­ßen sie auf eine luft­dicht ver­schlos­sene Tonne, die den maka­bren Fund der ver­wes­ten Lei­che der 36-Jäh­ri­gen ent­hielt. Die Obduk­tion der Lei­che ergab Anzei­chen von Gewalt­ein­wir­kung, was die Ver­mu­tung eines Tötungs­de­likts verstärkte.

Die Iden­ti­tät der Toten wurde rasch geklärt, und es stellte sich her­aus, dass sie aus dem Dro­gen­mi­lieu stammte und offen­bar eine Bezie­hung zu dem 58-jäh­ri­gen Bewoh­ner der Woh­nung hatte. Der­zeit ist der Auf­ent­halts­ort des Tat­ver­däch­ti­gen unbe­kannt, was die Fahn­dung der Mord­kom­mis­sion erschwert. Die Beam­ten rufen daher drin­gend Zeu­gen auf, sich zu mel­den und Hin­weise zur Auf­klä­rung des Falls zu liefern.

Die tra­gi­schen Ereig­nisse von Flin­gern-Süd wer­fen Fra­gen auf und las­sen die Bewoh­ner der sonst ruhi­gen Nach­bar­schaft scho­ckiert zurück. Die Poli­zei setzt alles daran, den flüch­ti­gen Tat­ver­däch­ti­gen schnellst­mög­lich zu fin­den und Licht ins Dun­kel die­ses grau­sa­men Ver­bre­chens zu bringen.