Foto: Stefan Dömelt

Sonnenstrahlen und Wolkenfetzen dazwischen Flecken blauen Himmels – gerade aus Flugzeugen ist uns ja immer wieder ein faszinierender Blick auf unsere schöne Erde gegönnt. So, wie sie Stefan Dömelt hier auch toll fotografiert hat.

Giftcocktail
Leider offenbaren solchen Flugzeugblicke auch immer wieder, wie sehr wir Schindluder mit dieser schönen Welt treiben. Warum? Weil es ums Geld geht. Wie sehr – das weiß der BUND: „Allein die vier großen RWE-Braunkohlenkraftwerke im Rheinland emittieren jährlich etwa 1.473 Tonnen der gesundheitsschädlichen Feinstaub-Partikel. Dazu kommen 1.412 Kilogramm des Nervengifts Quecksilber und ein Mix aus Cadmium, Arsen, Blei, Zink, Schwefeldioxid, Stickoxiden und anderen Schadstoffen. Und das trotz vermeintlich bester Filtertechnik.“

Schlimmer als Atomkraftwerke
Aber wussten Sie eigentlich auch, dass wir mit dem Ausstieg aus dem Atomkraft zwar die größten, tödlichen Risiken nach und nach ausschalten werden aber längst nicht alle atomaren Belastungen los sind. Auch hier warnt der BUND: „Kohlekraftwerke sind als punktförmige Emittenten radioaktiver Substanzen schon seit langem bekannt. Bereits 1978 wies das international renommierte, allerdings atomfreundliche amerikanische Oak Ridge National Laboratory (ORNL) darauf hin, dass die radioaktive Belastung im Umfeld kohlebefeuerter Kraftwerke sogar noch höher sei als in der Umgebung von Atomkraftwerken. Sowohl die radioaktiven Isotope der Uran- als auch der Thorium-Kette finden sich in den Kraftwerksaschen und werden auch über die Schornsteine ausgestoßen. Weltweit gelten Braun- und Steinkohlekraftwerke neben Atomkraftwerken als ein der größten größte Quellen radioaktiver Kontamination der Umwelt.

In den aktuellen Genehmigungsverfahren für Kohlekraftwerke in NRW spielt das Thema bislang nur eine untergeordnete Rolle. In den Umweltverträglichkeitsprüfungen kommt die Radioaktivität aus Kohlekraftwerken gar nicht vor. Der BUND hat einige Argumente in einem BUNDhintergrund „Radioaktivität aus Kohlekraftwerken“ zusammengefasst.“ (Quelle: BUND-NRW)

Foto: Stefan Dömelt